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Der Böögg verliert seinen Kopf – und explodiert am Boden

Dieser Sommer wird schlecht: Der Kopf des Sechseläuten-Bööggs explodiert erst nach 43 Minuten.

Der Anfang stand stellvertretend für den gesamten (nassen) Tag: Zünfter bei der Einweihung des neuen Brunnens auf dem Münsterhof. Der neue Brunnen ist multifunktional: Eine Vorrichtung macht es möglich, dass anstelle von Wasser Wein fliesst. Hinter dem Projekt stehen die historischen Zünfte zur Meisen und zur Waag.
Der Anfang stand stellvertretend für den gesamten (nassen) Tag: Zünfter bei der Einweihung des neuen Brunnens auf dem Münsterhof. Der neue Brunnen ist multifunktional: Eine Vorrichtung macht es möglich, dass anstelle von Wasser Wein fliesst. Hinter dem Projekt stehen die historischen Zünfte zur Meisen und zur Waag.
Keystone
Der Zürcher Stadtrat Filippo Leutenegger (rechts) und Regierungsrätin Carmen Walker Späh (links), posieren mit dem «goldenen Tropfen» (Weisswein) bei der Einweihung des Brunnens am Münsterhof.
Der Zürcher Stadtrat Filippo Leutenegger (rechts) und Regierungsrätin Carmen Walker Späh (links), posieren mit dem «goldenen Tropfen» (Weisswein) bei der Einweihung des Brunnens am Münsterhof.
Keystone
Der entscheidende Moment: Der Kopf explodiert nach etwas mehr als 43 Minuten am Boden.
Der entscheidende Moment: Der Kopf explodiert nach etwas mehr als 43 Minuten am Boden.
Screenshot SRF
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Geht es nach dem Böögg am Zürcher Sechseläuten, steht der Schweiz ein miserabler Sommer bevor. Nach rekordverdächtig langen 43:34 Minuten explodierte der Kopf des Bööggs am Montag – und zwar erst, nachdem er zu Boden gefallen war.

Damit hat der Böögg an diesem Sechseläuten extrem lange gebraucht bis zur Explosion. Im Durchschnitt kommt der grosse «Chlapf» jeweils nach etwa 15 Minuten.

Regen, Regen, Regen

Die Zürcher Zünfter wie auch der Böögg mussten in diesem Jahr wind- und wetterfest sein: Das traditionelle Frühlingsfest fand im strömenden Regen statt. Die rund 3500 Zünfter und prominenten Gäste, die durch die Innenstadt zogen, versuchten, in ihren historischen Kostümen dem Regen zu trotzen.

Wetterbedingt standen in diesem Jahr deutlich weniger Schaulustige am Strassenrand als sonst. Unter den Gästen waren aber wie immer viele Prominente aus Politik, Wirtschaft und Showbusiness.

Gemäss Gästeliste waren dies neben Bundesrat Ueli Maurer unter anderem auch Armee-Chef André Blattmann, Credit-Suisse-Chef Tidjane Thiam, Nationalratspräsidentin Christa Markwalder, Rockmusiker Chris von Rohr, Roche-Verwaltungsratspräsident Christoph Franz, Moderatorin Christa Rigozzi und Fussballtrainer Gilbert Gress. Als externer Gast ist in diesem Jahr die Luzerner Zunft zu Safran dabei.

«Volkswurstbraten» im Regen

Mit dem Verbrennen des «Bööggs» wird symbolisch der Winter vertrieben. Sobald der Kopf des Schneemanns explodiert ist und sich die Zünfter in ihre Zunftstuben zurückgezogen haben, kommt es - sofern das Wetter dies überhaupt zulässt - zum «Volkswurstbraten», bei dem auf den Überresten des «Böögg«-Feuers grilliert wird.

Das Frühlingsfest geht zurück auf einen jahrhundertealten Brauch: Wenn im alten Zürich die Abende wieder heller wurden und die Kirchenglocken erstmals wieder um 18 Uhr statt schon um 17 Uhr zum Feierabend läuteten, trafen sich die Jungen auf den Plätzen und zündeten Scheiterhaufen mit Strohmännern an.

SDA/mst

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