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Zügeln und Einkaufen mit E-Bikes

Neu können Elektro-Lastenvelos an 8 Standorten in Winterthur und an 22 Standorten in Zürich gemietet werden. Mit den «Carvelos» will der TCS eine Alternative zum Auto bieten.

Solche Elektro-Lastenvelos gibt es neu auch in Winterthur und Zürich.
Solche Elektro-Lastenvelos gibt es neu auch in Winterthur und Zürich.
zvg

Neu können auch in Zürich und Winterthur stunden- oder auch tageweise Elektrovelos mit einer Ladefläche für Transporte gemietet werden. Nicht nur Einkäufe oder Pakete auch Kinder können damit befördert werden. Das Sharing-Projekt soll vermehrt den Griff zum Autoschlüssel überflüssig machen und so den Stadtverkehr entlasten.

An 22 Standorten in Zürich und 8 Standorten in Winterthur kann ab sofort ein so genanntes «Carvelo» gebucht und abgeholt werden. Andere Städte wie Bern oder Basel haben mit dem Angebot bereits gute Erfahrungen gemacht. Dahinter steht der TCS, welcher mit den Velos mit eingebauter Ladefläche eine Alternative zum Auto bieten will.

«Das Angebot passt perfekt zu den Bedürfnissen der urbanen Gesellschaft», sagte Barbara Günthard-Maier (FDP), Vorsteherin des Departements Sicherheit und Umwelt der Stadt Winterthur, bei der Lancierung am Dienstag. Der Trend gehe immer mehr Richtung «Teilen statt Besitzen», «lokal statt global», sagte sie. Die Elektrovelos sind mit einem Transportbehälter ausgerüstet, der bis zu 100 Kilogramm aufnehmen kann. Auch Kinder können darin transportiert werden. «Ein alltagtaugliches Fahrzeug gemacht für die Topographie Zürichs», betonte auch Filippo Leutenegger (FDP), Vorsteher des Tiefbau- und Entsorgungsdepartements der Stadt Zürich.

Verankerung in den Quartieren

Gebucht werden können die Zweiräder über die Sharing-Plattform «carvelo2go» der Mobilitätsakademie AG des TCS sowie des Förderfonds Engagement Migros. «Das Angebot soll der Bevölkerung und dem lokalen Gewerbe einen Nutzen bringen», sagte Leutenegger.

«Carvelo2go» zielt auf eine Verankerung im Quartier ab. Zahlreiche Poststellen und Kleinbetriebe wie Apotheken, Bäckereien, Restaurants oder Bars haben die Rolle von «Hosts» inne. In der Stadt Zürich ist mit der Familienheimgenossenschaft (FGZ) auch eine Wohngenossenschaft in das Projekt eingebunden.

Diese Partner stellen einen Parkplatz für die Velos zur Verfügung und verwalten den Schlüssel und die Batterie. Im Gegenzug dürfen sie die Bikes während einer bestimmten Zeitspanne kostenlos für ihre eigenen, betrieblichen Zwecke einsetzen.

Möglichst viele Nutzer ansprechen

Die Fahrzeuge können über die Webseite www.carvelo2go.ch reserviert werden, danach liegt beim entsprechenden Host der Schlüssel bereit. Die Buchungsgebühr beträgt fünf Franken, danach bezahlt man zwei Franken pro Stunde. In der Nacht zwischen 22 und 8 Uhr entfällt der Stundentarif. Die Preise sollen eine möglichst breite Benutzergruppe ansprechen.

Das Angebot ist ein Pilotprojekt, das aus der Schweizer Lastenradinitiative «Carvelo» des Förderfonds von Engagement Migros entstanden ist. «Wir wollen die Sharing-Plattform im Stadtverkehr langfristig verankern und die nationale Expansion des Angebots vorantreiben», sagte Projektleiterin Alexandra Müller-Crepon. Bis Ende Sommer sollen insgesamt rund 120 Elektro-Lastenvelos in der Schweiz zur Verfügung stehen. Basel bietet jetzt schon 25 an, Bern 22, St. Gallen 8 und Vevey 4. In den nächsten Wochen folgen 8 Bikes in Luzern und 6 in Baden AG. Auch kleinere Gemeinden werden gemäss Müller-Crepon noch folgen.

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