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Wo die Wohnungspreise am stärksten gestiegen sind

Besonders begehrt sind Immobilien in den Seegemeinden. Das teuerste Pflaster bleibt die Stadt Zürich.

In den Top 10 der Bezirke mit dem höchsten Preisanstieg sind fast ausschliesslich Seeregionen vertreten. Blick auf Horgen.
In den Top 10 der Bezirke mit dem höchsten Preisanstieg sind fast ausschliesslich Seeregionen vertreten. Blick auf Horgen.
Patrick Gutenberg

Der Bezirk Horgen ist die neue Goldküste. Zumindest in Bezug auf Preise für Wohnungen. 11 750 Franken kostet der Quadratmeter gemäss einem gestern veröffentlichten Immobilienreport der ETH und des Vergleichsdiensts Comparis. Im Bezirk Meilen kostet der Quadratmeter nur 11 250 Franken. Diese Entwicklung hat in den letzten 11 Jahren stattgefunden.

Am linken Zürichseeufer ist der Preis um 89 Prozent angestiegen, am rechten Ufer um weniger als 50 Prozent. Aber auch im Vergleich zum letzten Jahr ist die Zunahme gross am Zimmerberg, um zehn Prozent ist der Durchschnittspreis gestiegen. Im Bezirk Meilen waren es im selben Zeitraum nur zwei Prozent. Noch 2016 lag der Durchschnittspreis im Bezirk Horgen gerade mal bei 10 500 Franken, im Bezirk Meilen aber bei 11 000.In der Rangliste der teuersten Wohnungen stehen die Seebezirke auf den Plätzen 2 und 3. Teurer sind Wohnungen nur noch in Zürich. Gleich teuer wie im Bezirk Meilen ist der Quadratmeter in Maloja, zu dem St. Moritz gehört. Dort ist der Preis im Vergleich zum Vorjahr sogar gesunken.

Der Report zeigt, dass Seeregionen generell immer beliebter wurden. In den Top 10 der Schweizer Bezirke mit dem höchsten Preisanstieg seit 2007 sind ausser Bülach ausschliesslich Seeregionen vertreten. Neben Horgen und Zürich waren die Anstiege in den letzten elf Jahren etwa in Zug, Neuenburg, Küssnacht oder der March sehr markant. Allerdings liegen die Quadratmeterpreise hier teils deutlich tiefer. In der March beispielsweise sind es nur 7500 Franken pro Quadratmeter. Am günstigsten sind Wohnungen übrigens im neuenburgschen le Locle. 3250 Franken zahlen Käufer hier für den Quadratmeter.

2,5 Millionen für ein Haus

An der Spitze steht die Goldküste weiterhin bei den Häusern. 2,5 Millionen Franken kostet ein Haus mit fünf bis sechseinhalb Zimmern hier im Schnitt. Die Studie bewertet allerdings nur die Inserate, nicht die Preise zu denen die Häuser schlussendlich verkauft werden. Wohl auch deshalb, weil die Inserate auf der Website von Comparis erscheinen. In dieser Rangliste steht der Bezirk Horgen nur auf dem dritten Platz, noch hinter Nyon. Der Abstand beim Preis ist deutlich: 1,65 Millionen Franken kostet hier ein vergleichbares Haus.

Erstaunlich ist, dass die Häuser am linken Ufer im Vergleich zu 2016 billiger geworden sind, am rechten Ufer aber noch teurer. Der Immobilienreport beruht auf 1,85 Millionen Kaufinseraten für Häuser und Wohnungen in der Schweiz, aufgegeben zwischen 2005 und 2018.

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