Rapperswil-Jona

Wetterkapriolen behinderten das Blues’n’Jazz

Ein Gewitter zwang das Festival am Samstag zu einer 90-minütigen Pause. Die wetterfesten Besucher liessen sich jedoch von Wind und Regen nicht stören und genossen die zahlreichen Konzerte am See.

Schönes Ambiente, aber wenig Leute: Die Bilanz des Festivals fällt durchzogen aus.

Schönes Ambiente, aber wenig Leute: Die Bilanz des Festivals fällt durchzogen aus. Bild: Ueli Frey

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Nach dem prächtigen Start am Freitag mit dem Headliner Stephan Eicher und der 12-köpfigen Blaskapelle Traktorkestar bekam das Blues’n’Jazz am Samstag einen kräftigen Dämpfer zu spüren. Starke Winde vom See her und eine aufziehende Gewitterfront verunmöglichten zeitweise den Auftritt der musikalischen Künstler auf den Bühnen. Kurz nach 20 Uhr wurden sämtliche Aktivitäten eingestellt und das Publikum suchte Zuflucht an einem geschützten oder trockenen Ort. Den Organisatoren war die Sicherheit der Musiker und der Zuschauer wichtig, deshalb wurde auch der Fischmarktplatz im Bereich der Bühne abgesperrt.

Konzerte wurden gestrichen

Um 21.30 Uhr kam die Musik zurück. Die Winde liessen merklich nach und die beiden Bühnen am Fischmarkt- und am Curtiplatz konnten wieder bespielt werden. Aus Sicherheitsgründen blieb die dem Wetter sehr exponiert ausgesetzte kleine Bühne am Kapuzinerzipfel geschlossen. Zu Beginn des Festivalsamstags spielte dort noch der einheimische Mike Sterki. Sein einstündiger Auftritt wurde zwar durch erste Regentropfen beeinflusst, die Stimmung konnte jedoch nicht getrübt werden. Viele Fans standen dicht gedrängt an der Bühne und lauschten den Songs des charismatischen Musikers. Zum ersten Mal durfte Sterki seine Musik einem breiten Publikum auf der Bühne am Blues’n’Jazz präsentieren.

Wegen des wetterbedingten Unterbruchs standen einige Bands mit verkürzten Auftritten auf der Bühne. Trotz der Pause blieben viele Leute auf dem Gelände. Als die ersten Rhythmen von Nik West aus Arizona den Fischmarktplatz füllten, kamen auch die Besucher zurück auf den Platz. Der Regen hinderte die Fans nicht, im Takt mitzuwippen. Allerdings wurden die Konzerte von Pascal Geiser und Känzig & Känzig aus Zeitgründen ganz gestrichen. «Die Musiker hatten jedoch grosses Verständnis», erklärte Marc Lindegger vom Veranstalter Carré Event AG. Trotzdem kämpften die Techniker noch mit Problemen bei der Stromversorgung für die Bühnenscheinwerfer.

Erstellt: 17.06.2019, 09:08 Uhr

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