Kantonsrat

Vorstoss fordert Ausländer als Kantonspolizisten

Zwei Kantonsrätinnen wollen, dass die Bevölkerung in der Polizei besser repräsentiert ist. Der Schweizer Pass soll nicht mehr Voraussetzung für den Job sein.

Zwei Kantonspolizisten patrouillieren auf dem Flughafen. 27 Prozent der Personen im Kanton Zürich zählen zur ausländischen Wohnbevölkerung. Das soll sich auch in der Kantonspolizei wiederspiegeln.

Zwei Kantonspolizisten patrouillieren auf dem Flughafen. 27 Prozent der Personen im Kanton Zürich zählen zur ausländischen Wohnbevölkerung. Das soll sich auch in der Kantonspolizei wiederspiegeln. Bild: David Baer

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«Die Kantonspolizei Zürich soll die Bevölkerung im Kanton besser abbilden», schreiben Laura Huonker (AL, Zürich) und Andrea Gisler (GLP, Gossau) in einem Postulat, das sie am Montag im Kantonsrat eingereicht haben. Um dies zu erreichen, sei Diversität in Herkunft, Ethnie, Geschlecht und Nationalität wünschenswert. Die Parlamentarierinnen fordern, dass künftig auch Ausländerinnen und Ausländer mit Niederlassungsbewilligung C als Aspirantinnen und Aspiranten der Kantonspolizei aufgenommen werden sollen.

Ihren Vorstoss begründen die beiden Politikerinnen damit, dass 27 Prozent der Wohnbevölkerung im Kanton ausländisch sind. Laut den Postulantinnen ist es nicht mehr zeitgemäss, dass es der niedergelassenen ausländischen Wohnbevölkerung verwehrt ist, den Beruf der Polizistin oder des Polizisten zu ergreifen. Mit Schwyz, Basel-Stadt, Jura und Genf gebe es zudem bereits Kantone, welche den Zugang zur Polizeischule und teilweise auch in den Polizeidienst nicht an den Schweizer Pass knüpfen würden.

Auch in der Stadt Zürich

Eine Motion mit demselben Anliegen – bezogen auf die Zürcher Stadtpolizei – haben Shaibal Roy (GLP) und Marcel Bührig (Grüne) vor gut einem Monat im Zürcher Gemeinderat eingebracht. Hier wurde zusätzlich argumentiert, man könnte so die Personalknappheit lindern.

Der Vorstoss missfiel der Stadtzürcher SVP. «Viele Leute mit C-Ausweis beherrschen unsere Sprache zu wenig perfekt», begründete Mauro Tuena, Präsident der SVP Stadt Zürich. Ausserdem sei es wichtig, dass Polizisten den Gesetzgebungsprozess kennen würden und dabei selber mitbestimmen konnten. (pag)

Erstellt: 30.09.2019, 18:40 Uhr

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