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Vermisster Meteorit war gar nie verschwunden

Ein Meteoriten-Sammler war überzeugt, dass er am Flughafen einen wertvollen Stein verloren hat. Nun ist der Stein wieder aufgetaucht – im Koffer des Amerikaners.

Darryl Pitts 4,5 Millionen Jahre alter Meteorit mit dem Namen DHO-1989 wurde 2010 in Oman entdeckt.
Darryl Pitts 4,5 Millionen Jahre alter Meteorit mit dem Namen DHO-1989 wurde 2010 in Oman entdeckt.
Darryl Pitt/20 Minuten

Darryl Pitt, amerikanischer Meteoriten-Sammler, war verzweifelt: Nachdem er vor knapp zwei Wochen am Flughafen Zürich die Heimreise von einer Meteoriten-Messe antreten wollte, fiel ihm auf, dass ein wichtiges Transportgut fehlte. Ein Meteorit im Wert von 25'000 Franken befand sich plötzlich nicht mehr in seinem Rucksack. Er alarmierte die Kantonspolizei, die ihm jedoch nicht weiterhelfen konnte.

Für den 60-Jährigen war der Fall klar: Da der Reissverschluss seines vollgestopften Rucksacks auf dem Weg zum Check-in aufgesprungen war, musste der zwei Kilogramm schwere Stein unbemerkt herausgefallen sein. Wie «20 Minuten» berichtet, hat sich Pitt jedoch mächtig getäuscht. Der Stein war ihm nämlich gar nie abhanden gekommen – er befand sich die ganze Zet in einem seiner Koffer. «Das ist das peinlichste, das mir je passiert ist», sagt der zerstreute Sammler.

Finderlohn geht an wohltätige Einrichtung

Wie schon für den vermeintlichen Verlust seines Meteoriten findet Pitt auch für den Umstand, dass er seinen Stein erst jetzt wieder entdeckte, eine passende Erklärung: Er habe vier Gepäckstücke voller Steine mitgeführt: Einen Rucksack, ein Handgepäck und zwei Koffer, die er aufgegeben wollte. Da einer der Koffer das Gewicht von 32 Kilogramm überschritt, habe er umpacken müssen. Beim Umpacken wurde der später vermisste Meteorit gemäss Pitt mit einem anderen grossen Meteoriten zusammen verpackt. «Was nie hätte geschehen dürfen, da er hätte beschädigt werden können», sagt der Sammler.

Den vergebens ausgesetzten Finderlohn von 7500 Franken will Pitt einer wohltätigen Einrichtung spenden. An welche Organisation das Geld gehen soll, lässt er den Polizisten entscheiden, der ihm bei der Fahndung nach dem Meteoriten geholfen hat. Denn die Unterstützung der Polizei hat ihn schwer beeindruckt: «Ich hätte mir kein besseres Land als die Schweiz aussuchen können, um diese Geschichte zu erleben.»

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