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Verfahren gegen Dietiker Statthalter

Die Zürcher Staatsanwaltschaft hat gegen den Statthalter des Bezirks Dietikon ein Strafverfahren eröffnet. Ihm wird Begünstigung vorgeworfen. Er ist suspendiert worden.

Hier fand gestern eine Hausdurchsuchung statt: Beim Statthalteramt in Dietikon.
Hier fand gestern eine Hausdurchsuchung statt: Beim Statthalteramt in Dietikon.
pd/Kapo Zürich

Die Staatsanwaltschaft des Kantons Zürich hat ein Strafverfahren gegen den Statthalter des Bezirks Dietikon, Adrian Leimgrübler, eröffnet. Ihm werden Begünstigung und Rechtspflegedelikte vorgeworfen. Gemäss Oberstaatsanwaltschaft geht es im ersten Punkt um Übertretungsstrafsachen, also Bussverfahren, bei dem Personen begünstigt wurden. In einem weiteren Punkt geht es um Rechtspflegedelikte, also ungetreue Amtsführung, die Leimgrübler vorgeworfen wird. Der Beschuldigte ist vorläufig von seinem Amt suspendiert, jedoch auf freiem Fuss.

Der Ombudsmann des Kantons Zürich habe aufgrund der bei ihm eingegangenen Beschwerden am 24. Juli gegen den Statthalter Strafanzeige eingereicht, teilte die Oberstaatsanwaltschaft am Freitag mit. Aufgrund dieser Anzeige habe die Staatsanwaltschaft I für Besondere Untersuchungen Anfang August ein Strafverfahren wegen Begünstigung und Rechtspflegedelikten eingeleitet. Das Obergericht hat daraufhin am 31. August die Ermächtigung für ein Strafverfahren erteilt. Dem Beschuldigten werden verschiedene Unregelmässigkeiten in Zusammenhang mit der Untersuchungsführung in Übertretungsstrafsachen vorgeworfen.

Hausdurchsuchung im Statthalteramt

Was ihm konkret vorgehalten wird, wollten die Justizbehörden mit dem Verweis auf das laufende Verfahren nicht bekannt geben. Es gelte vorerst die Unschuldsvermutung.

Die Staatsanwaltschaft und die Kantonspolizei Zürich haben am Donnerstag im Statthalteramt Dietikon eine Hausdurchsuchung durchgeführt. Zudem sei Leimgrübler einvernommen worden, schreibt die Oberstaatsanwaltschaft.

Im Amt suspendiert

Die Vorsteherin der Direktion der Justiz und des Innern, Jacqueline Fehr (SP), hat den Statthalter einstweilen in seinem Amt eingestellt. Die vorsorgliche Massnahme gelte vorerst, bis die Resultate eines Berichtes vorliegen, den die Justizdirektion als Aufsichtsorgan über die Statthalterämter in Auftrag gegeben habe.

Der Bericht soll die Amtsführung des Statthalters des Bezirks Dietikon beleuchten. Mit der internen Untersuchung beauftragt wurde ein externer Fachmann.

SDA/heb

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