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VBZ wollen Belastung der Fahrer reduzieren

Die psychische Beanspruchung macht den VBZ-Mitarbeitern zu schaffen. Das hatte für negative Schlagzeilen gesorgt. Nun wollen die VBZ die Probleme angehen.

Tram- und Busfahrern der Verkehrsbetriebe Zürich macht die psychische Belastung in ihrem Job zu schaffen.
Tram- und Busfahrern der Verkehrsbetriebe Zürich macht die psychische Belastung in ihrem Job zu schaffen.
Keystone

Ein rasender Trampilot, schlechte Noten bei der Mitarbeiterbefragung und ein Gewerkschaftssekretär, der die Arbeitsbedingungen für Tram- und Busfahrer bei den Zürcher Verkehrsbetrieben (VBZ) anprangert. All dies hat im Herbst zu Schlagzeilen geführt. Deswegen haben die VBZ im Oktober ein Treffen mit den Gewerkschaften abgebrochen. Gestern trafen sich die Parteien nun zur Fortsetzung der Gespräche.

Die VBZ wollten Fragen beantwortet haben und über Probleme informiert werden, statt sie in der Zeitung zu lesen, sagt Jürg Widmer, Leiter Betrieb bei den VBZ, auf Anfrage. Nun habe man in «konstruktiver Atmosphäre» die negativen Punkte erörtert. Zudem haben die VBZ die Resultate der Mitarbeiterbefragung 2017 veröffentlicht. Während das Arbeitsklima und die Führung positiver bewertet wurden als in früheren Umfragen, erhielten die psychische Beanspruchung, Partizipation, Work-Life-Balance und die Entlöhnung schlechte Bewertungen.

Je nach Biorhythmus

Die VBZ haben Massnahmen definiert, um die Belastung zu senken und die Vereinbarkeit von Privat- und Berufsleben zu verbessern. So werden etwa die langen Dienste reduziert und durch kürzere mit häufigeren Pausen ersetzt, wie Jürg Widmer sagt. Auch sollen bis Mitte 2019 alle Fahrdienstmitarbeiter die Möglichkeit erhalten, ihre Schichtplanung individuell mitzugestalten. Sie können Präferenzen bei Früh- und Spätschichten je nach Lebenssituation und Biorhythmus angeben. Wer dies nicht will, kann im Turnus mit fixen Schichten-Abfolgen bleiben. Weiter läuft ein Versuchsprogramm zur Gesundheitsförderung. 76 Tram- und Busfahrern werden etwa Entspannungsübungen für die Schulterpartie gezeigt.

Die Unzufriedenheit beim Lohn können sich die VBZ nicht recht erklären, sagt Widmer. Der minimale Durchschnittslohn ist im GAV geregelt, wo die VBZ den Spitzenplatz belegten. Lohnerhöhungen liegen zudem nicht in der Kompetenz der VBZ, sondern bei der Stadt.

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