Strafbefehl

Tote Rehe liegengelassen

Ein Mann fuhr eine trächtige Rehgeiss an, doch das kümmerte ihn nicht. Nun wurde er verurteilt.

Ein Autofahrer hatte im Mai 2017 ein trächtiges Reh angefahren.

Ein Autofahrer hatte im Mai 2017 ein trächtiges Reh angefahren. Bild: Symbolbild/Keystone

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Es geschah im vergangenen Mai: Abends um 21 Uhr fuhr ein 20-jähriger Winterthurer auf der Dättnauerstrasse Richtung Wülflingen. Er war mit 70 Stundenkilometern unterwegs als plötzlich ein Reh auf die Strasse und vor sein Auto sprang.

Beim Tier handelte es sich um eine trächtige Rehgeiss, und infolge der Kollision riss es dem Tier zwei ungeborene Rehkitze aus dem Bauch, diese blieben auf der Strasse liegen. Die Rehgeiss schleppte sich, schwer verletzt, noch rund 25 Meter weg von der Unfallstelle. Sie verstarb nach einer unbestimmten Zeitspanne an ihren Verletzungen.

«Begutachtete nur das Auto»

All das kümmerte den Fahrer des Unfallautos allerdings nicht. In einem kürzlich rechtskräftig gewordenen Strafbefehl schreibt die Staatsanwaltschaft: «Der Beschuldigte begutachtete nur die Schäden am Auto, nach dem Reh und den Rehkitzen hielt er nicht Nachschau.»

«Der Beschuldigte begutachtete nur die Schäden am Auto.»Staatsanwaltschaft

Der Mann fuhr nach dem Unfall weiter und verständigte weder die Polizei noch einen Wildhüter, wie es das Gesetz vorschreibt. Nun wurde er wegen Tierquälerei und dem pflichtwidrigen Verhalten bei einem Unfall verurteilt. Er muss eine Busse von 500 Franken und Verfahrenskosten in Höhe von 800 Franken bezahlen. Eine Geldstrafe von 900 Franken muss er nur bezahlen, wenn er in den nächsten zwei Jahren erneut straffällig wird. Der Mann hat das Urteil der Staatsanwaltschaft Winterthur/Unterland akzeptiert. (mpl)

Erstellt: 19.02.2018, 11:00 Uhr

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