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Theater für den Kanton Zürich soll 2 Millionen erhalten

Der Regierungsrat beantragt dem Kantosrat, das Theater Kanton Zürich mit 2 Millionen Franken aus dem Lotteriefonds zu unterstützen. Damit soll die Zukunft gesichert werden.

Die Liebesgeschichte «Romeo und Julia» wird diese Saison vom Theater Kanton Zürich an verschiedenen Orten aufgeführt.
Die Liebesgeschichte «Romeo und Julia» wird diese Saison vom Theater Kanton Zürich an verschiedenen Orten aufgeführt.
pd/Toni Suter

Mit zwei Millionen Franken aus dem Lotteriefonds soll der Kanton dem Theater für den Kanton Zürich unter die Arme greifen. Der Regierungsrat beantragt dem Kantonsrat, den Betrag freizugeben.

Das Theater für den Kanton Zürich, das seinen Sitz im Winterthurer Grüzequartier hat, bringt seit 44 Jahren professionelles und qualitativ hochstehendes Theater in die Zürcher Gemeinden, wie der Regierungsrat in einer Mitteilung vom Donnerstag schreibt. Es stelle in den Regionen «die kulturelle Grundversorgung im Bereich Theater» sicher. Für die meisten Gemeinden sei es fester Bestandteil von deren Kulturleben.

Finanzielle Situation labil

Mit 120 bis 150 Vorstellungen erreicht das Theater insgesamt rund 20'000 Personen pro Jahr. Das Theater hat einen Jahresumsatz von rund 3,4 Millionen Franken. Davon sind rund 2 Millionen kantonale Subventionen. Dazu kommen Beiträge von Gemeinden und Gönnern sowie die Vorstellungs-Einnahmen. Getragen wird das Theater mit seinen 26 fest angestellten Mitarbeitenden von einer Genossenschaft. Mitglieder sind rund 100 Gemeinden, Private und Schulen.

Noch steht das Theater laut Regierungsrat «finanziell gesund» da. Das könne aber ändern: Unter dem aktuellen Spardruck nehme die Solidarität der Gemeinden ab. Einige seien schon aus der Genossenschaft ausgetreten, weitere Austritte könne man nicht ausschliessen.

Neue Strategie soll Stabilität bringen

Nun will das Theater Gegensteuer geben: Die Finanzierung soll langfristig gesichert sein. Die Verantwortlichen schlagen eine Strategie mit drei Pfeilern vor, wie es in der Mitteilung heisst.

Vorgesehen ist erstens eine Verbesserung der Infrastruktur. Das Lichtdesign wird auf den neuesten Stand gebracht und eine neue Zuschauertribüne für die Freilicht-Tournee reduziert den Aufwand deutlich. Zweitens will das Theater gezielt ein junges Publikum vermehrt ansprechen. Zwei Produktionen jährlich richten sich künftig speziell an Kinder und Jugendliche.

Und drittens wollen die Theater-Verantwortlichen laut Mitteilung eines oder mehrere Betriebskonzepte ausarbeiten lassen, welche deutlich machen, wie das Gastspieltheater seine Finanzen in Zukunft absichern kann. Die geplanten Schritte seien sinnvoll und nötig, schreibt der Regierungsrat.

SDA/heb

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