Winterthur

SWOWI lagert Verwaltung an Konkurrenz aus

Die Stiftung für Studentischen Wohnraum in Winterthur (Swowi) hat die Verwaltung und Bewirtschaftung all ihrer Liegenschaften an die Zürcher Konkurrenz übergeben. Der Geschäftssitz bleibt in Winterthur.

Die Studentenwohnheime der Swowi werden neu von der Studentische Wohngenossenschaft Zürich (Woko) verwaltet. Auch die neuen Studentenzimmer am Obertor gehören bald dazu.

Die Studentenwohnheime der Swowi werden neu von der Studentische Wohngenossenschaft Zürich (Woko) verwaltet. Auch die neuen Studentenzimmer am Obertor gehören bald dazu. Bild: Marc Dahinden

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Nach den turbulenten letzten Jahren hat sich die Stiftung für Studentischen Wohnraum in Winterthur (Swowi) zu einem radikale Schnitt entschieden. Sie lagert die Verwaltung und die Bewirtschaftung aller Liegenschaften an die Studentische Wohngenossenschaft Zürich (Woko) aus.

«Die Swowi bleibt selbstständig», sagt Stiftungsratspräsident Max Rieser. Allerdings hat die Stiftung zukünftig nichts mehr mit dem Tagesgeschäft zu tun. Sie tritt nur noch als Hauseigentümer und Vertragspartner in Erscheinung und ist für die Erarbeitung der Strategie zuständig.

Die Woko übernimmt die Geschäftstelle in Winterthur sowie fast alle der Mitarbeiter der Swowi. Als Grund für diesen Schritt nennt Rieser die veraltete und daher komplizierte Arbeitsweise der Swowi. «Die Abläufe und Strukturen zu verändern, braucht viel Zeit und Geld», sagt Martin Stamm, Geschäftsführer der Woko. In Zürich sei man auf dem neusten Stand und arbeite bereits mit selber entwickelten Computerprogrammen, die nun auch in Winterthur eingesetzt werden.

Bald keine Kameras mehr?

Verbesserungsbedarf sieht Stamm auch beim Umgang mit den Studenten. «Die Mieter wurden bis jetzt zu wenig als Kunden wahrgenommen». Beizettel zum Mietvertrag, mit Sätzen wie «Wer anderen aus dem Kühlschrank klaut, ist ein Kameradenschwein» gehören damit der Vergangenheit an. Auch den Kameras und den Schlüsseln, die nur für das eigene Stockwerk funktionieren (wie dies in zwei Wohnheimen der Swowi der Fall ist), steht Stamm skeptisch gegenüber. «So etwas haben wir in Zürich nicht».

Die von Studierenden gegründete Genossenschaft Woko verwaltet in Winterthur bereits 77 Studentenzimmer an der Bürglistrasse. Die von der Siska Heuberger AG gebauten Wohnungen wurden aufgrund des internen Streits der Swowi und der Bereicherungs-Vorwürfe an den damaligen Präsidenten nach Zürich vergeben. Aus dem gleichen Grund war die Stadt betreffend ihrer eigenen, neuen Studentenzimmer am Obertor bereits mit der Woko im Gespräch. Nun kann die Swowi auch diese übernehmen – verwaltet von der Woko.

Vor vier Jahren trat die ZHAW und die Stadt aus dem Vorstand der Swowi aus. Laut Mark Würth, Leiter Stadtentwicklung, auch, weil das Personalwesen nicht professionell geführt war. «Mit der Woko sehe ich dies nun gewährleistet», sagt Würth, mit dem seit letztem Jahr wieder ein Vertreter der Stadt im Swowi-Stiftungsrat sitzt. (zsz.ch)

Erstellt: 28.04.2016, 17:53 Uhr

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