Wetter

Südwestwind bringt Februar-Rekordwärme

Auf fast 20 Grad ist das Thermometer am Donnerstag im Grossraum Zürich gestiegen. Der warme Südwestwind knackte die bisherigen Februar-Rekordwerte gleich reihenweise.

Am Donnerstag herrschte Flanierwetter: Das Thermometer stiegt in der Region auf annähernd 20 Grad.

Am Donnerstag herrschte Flanierwetter: Das Thermometer stiegt in der Region auf annähernd 20 Grad. Bild: Keystone

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Bis zu 19,5 Grad in Kloten, Zürich, Winterthur und Wädenswil: Der heutige 23. Februar weckte Frühlingsgefühle. Dabei stecken wir eigentlich meteorologisch noch mitten im Winter. Dass es im Februar Phasen mit milden Temperaturen gebe, sei normal, sagt Stephan Bader, Klimatologe bei Meteoschweiz. «Derart hohe Temperaturen wie heute sind für die Jahreszeit aber aussergewöhnlich», fügt er hinzu.

Tatsächlich wurden heute sogar an mehreren Wetterstationen in der Region neue Temperatur-Rekordwerte für die Jahreszeit gemessen. Das zeigt die Auswertung von Meteoschweiz. Folgende Rekorde für den Februar wurden im Grossraum Zürich am heutigen Tag geknackt (Auswahl):

  • Kloten 19,5 Grad (bisheriger Februar-Höchstwert: 19 Grad am 25.2. 1990)
  • Wädenswil 18,5 Grad (bisheriger Februar-Höchstwert: 17,4 Grad am 25.2. 1990)
  • Zürich-Fluntern 18,8 Grad (bisheriger Februar-Höchstwert: 17,7 Grad am 24.2. 1990)
  • Zürich-Affoltern 19,5 Grad (bisheriger Februar-Höchstwert: 18,5 Grad am 24.2. 1990)

Knapp verpasst wurde ein neuer Februar-Rekord hingegen an der Station Aadorf-Tänikon, die als Referenz für Winterthur gilt. Hier kletterte das Thermometer heute auf 18,9 Grad. Der bisherige Februar-Höchstwert von 19,7 Grad (gemessen am 24.2. 1990) wurde also nicht überboten.

Wind lässt Temperaturen ansteigen

Verantwortlich für die extrem milden Temperaturen ist ein Sturmtief, das in diesen Stunden Mitteleuropa überquert. Im Vorfeld dieses Sturmtiefs wurden am Donnerstag sehr milde Luftmassen aus Südwesteuropa in die Schweiz geführt. Bemerkbar machte sich dies mit einem ruppigen, warmen, fast Föhn-artigen Südwestwind. Dieser erreichte in Böen vor allem in höheren Lagen sogar Sturmstärke.

Bereits am Freitag wird das milde Wetter aber wieder der Vergangenheit angehören. Dann steuert das Sturmtief über Europa nämlich eine Kaltfront zu uns – und damit sinken auch die Temperaturen wieder auf Werte, die eher der Jahreszeit entsprechen. (zsz.ch)

Erstellt: 23.02.2017, 16:45 Uhr

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