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«Sterben ist ein Lebensbereich, der politisch vernachlässigt wird»

Seit 2015 gibt es an der Uni Zürich eine Professur für Spiritual Care. Laut Professor Simon Peng-Keller sind die Kurse stets ausgebucht. Ihm missfällt, dass die Politik die Palliativpflege nicht stärker fördert.

Tradition in katholischen Gebieten an Allerseelen:  Besuch der Gräber im Gedenken an die Verstorbenen.
Tradition in katholischen Gebieten an Allerseelen: Besuch der Gräber im Gedenken an die Verstorbenen.
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«Allerseelen», heisst der 2. November im Kalender der Katholiken. Man gedenkt der Verstorbenen und besucht ihre Gräber auf den Friedhöfen. Simon Peng-Keller befasst sich nicht nur einmal im Jahr mit dem Tod und dem Sterben, sondern täglich. Von Berufes wegen. Der 49-jährige Katholik und Theologieprofessor hat Bücher zum Thema geschrieben und ist seit 2015 Inhaber der ersten und einzigen Professur für Spiritual Care in der Schweiz an der Universität Zürich. Die beiden Landeskirchen finanzieren die Professur, die der Theologischen Fakultät angegliedert und bis 2021 finanziell gesichert ist. Als Uni-Professor arbeitet Peng-Keller mit einem 50-Prozent-Pensum. Die restliche Zeit ist der Bündner als Seelsorger am Unispital tätig, unterrichtet an der Theologischen Hochschule Chur und gibt zusammen mit seiner Frau Kurse im Lassalle-Haus in Bad Schönbrunn.

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