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Statthalter von Dietikon wurde gefeuert

Der Statthalter des Bezirks Dietikon ist sein Amt endgültig los. Ihm werden verschiedene Pflichtverletzungen vorgeworfen.

Gegen den Dietiker Statthalter Adrian Leimgrübler läuft ein Verfahren wegen Begünstigung.
Gegen den Dietiker Statthalter Adrian Leimgrübler läuft ein Verfahren wegen Begünstigung.
Chris Iseli

Der Statthalter des Bezirks Dietikon ZH, Adrian Leimgrübler, ist fristlos gefeuert. Die Direktion der Justiz und des Innern setzt ihn nach seiner Suspendierung im September nicht mehr ins Amt ein, weil ein eigens angeforderter Bericht über seine Amtsführung verschiedene Pflichtverletzungen aufführt.

Mitte September war der Statthalter von Justizdirektorin Jacqueline Fehr (SP) vorläufig im Amt eingestellt worden. Fehr reagierte damit auf die Einleitung eines Strafverfahrens gegen Leimgrüber. Sie gab einen Bericht über dessen Amtsführung in Auftrag, der jetzt vorliegt, wie die Direktion am Mittwoch mitteilte.

«Aufgrund der Ergebnisse hat sich die Direktion entschieden, den Statthalter nicht mehr ins Amt einzusetzen», heisst es in der Mitteilung. Laut dem Bericht habe er sich «mehrere Pflichtverletzungen» zu Schulden kommen lassen.

Laufendes Strafverfahren

Der Entscheid erfolge aufgrund personalrechtlicher Überlegungen. Er sei unabhängig vom laufenden Strafverfahren. Dieses hatte die Staatsanwaltschaft Ende August aufgrund einer Strafanzeige gegen den Statthalter eingeleitet. Eingereicht hatte sie die kantonale Ombudsstelle im Juli, nachdem Beschwerden eingegangen waren.

Dem 55-Jährigen werden Unregelmässigkeiten im Zusammenhang mit der Untersuchungsführung bei Übertretungsstrafsachen vorgeworfen. Wie üblich gilt jedoch die Unschuldsvermutung.

Leimgrübler (FDP) hatte sein Amt seit 2001 inne. Letztmals wurde er 2013 bestätigt. Nach der fristlosen Kündigung muss er sich jetzt nach etwas Neuem umsehen. Man werde bei der Suche wohl Hand bieten, sagte Benjamin Tommer, Kommunikationsbeauftragter der Direktion der Justiz und des Innern zur Nachrichtenagentur sda.

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