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Stadt Zürich will die Spitäler Waid und Triemli zusammenführen

Ein Spital an zwei Standorten: Die beiden Zürcher Stadtspitäler Waid und Triemli werden unter einer gemeinsamen Leitung und unter einer einzigen Rechnung zusammengeführt. Mit der neuen «Spitälerstrategie» will der Stadtrat die Kräfte bündeln und damit beide Standorte langfristig stärken.

Die Stadtspitäler Waid und Triemli werden zu einem Spital an zwei Standorten zusammengeführt. Vorgesehen sind eine gemeinsame Leitung und eine einzige Rechnung.
Die Stadtspitäler Waid und Triemli werden zu einem Spital an zwei Standorten zusammengeführt. Vorgesehen sind eine gemeinsame Leitung und eine einzige Rechnung.
Keystone

Ein Spital an zwei Standorten: Die beiden Zürcher Stadtspitäler Waid und Triemli werden unter einer gemeinsamen Leitung und unter einer einzigen Rechnung zusammengeführt. Mit der neuen «Spitälerstrategie» will der Stadtrat die Kräfte bündeln und damit beide Standorte langfristig stärken.

Die beiden Spitäler Waid und Triemli sollen weiterhin im Besitz der Stadt Zürich bleiben: Denn als Eigentümerin und Betreiberin könne sie auch «Einfluss auf deren Entwicklung und Angebot nehmen», hält der Stadtrat in seiner «Spitälerstrategie» fest. Die Stadtspitäler seien für alle Patientinnen und Patienten da, heisst es in der am Donnerstag vorgestellten Strategie weiter. Im Waid und im Triemli soll die Stadt deshalb die «Verfügbarkeit einer qualitativ hochstehenden Gesundheitsversorgung sichern» und dabei «Kostendeckung statt Gewinnmaximierung anstreben.»

Die Kräfte bündeln

Einfach ist dies nicht: Seit 2012 hätten sich wesentliche Rahmenbedingungen verändert, hält der Stadtrat fest. Der Wettbewerb um Patienten und Personal habe sich intensiviert, der Kostendruck sei gestiegen und der medizinisch-technische Fortschritt habe sich beschleunigt.

Die Gesundheitsdirektion des Kantons Zürich wird voraussichtlich 2019 die Leistungsaufträge der Spitäler überprüfen. Auch im Hinblick darauf werden die Kräfte nun gebündelt: Die Stadtspitäler werden zu einem Spital an zwei Standorten zusammengeführt. Vorgesehen sind eine gemeinsame Leitung und eine einzige Rechnung.

Gemäss Stadtrat gewährleistet dies «die Koordination, Abstimmung und Weiterentwicklung des Leistungsangebots». So könne etwa das medizinische Angebot in Zürich-Nord verstärkt werden und damit dem Bevölkerungswachstum Rechnung getragen werden.

Zudem liessen sich «durch eine gemeinsame Ressourcen- und Investitionsplanung Synergien» nutzen. So könnte die Infrastruktur an den beiden Standorten Waid und Triemli optimal ausgelastet werden. «Wenn man mehr Patienten hat, und besser koordiniert, führt das zu einer Senkung der Fallkosten», sagte Stadträtin Claudia Nielsen (SP) am Donnerstag vor den Medien.

Die beiden unabhängigen Stadtspitäler zu einem Stadtspital an zwei Standorten zusammenzuführen ist ein längerer Prozess: Der Stadtrat geht davon aus, dass ab 2021 eine erste Umsetzungsphase abgeschlossen werden kann.

Nielsen hielt fest, dass es unerlässlich sei, den beiden Spitälern die Schulden zu erlassen, die sie seit dem Wechsel des Finanzierungsmodells 2012 haben. Sie sollen dann mit eigenen Mitteln ausgestattet werden, um im Wettbewerb der Spitäler über gleich lange Spiesse zu verfügen.

Die Rechtsform des zukünftigen Spitals lässt Stadträtin Nielsen bewusst offen. Sie sagte: «Die Struktur folgt der Strategie.» Nielsen geht davon aus, dass die Diskussion über die Fusion der beiden Stadtspitäler «eine Weile dauern» wird.

SDA/mcp

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