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Stadt Zürich kauft drei «Gammelhäuser»

Die drei als «Gammelhäuser» in die Schlagzeilen geratenen Liegenschaften im Zürcher Quartier Aussersihl sollen künftig gemeinnützig bewirtschaftet werden. Der Stadtrat hat den dringlichen Kauf bewilligt.

Die drei Liegenschaften im Zürcher Aussersihl-Quartier hatten wegen der prekären Zustände landesweite Aufmerksamkeit erregt.
Die drei Liegenschaften im Zürcher Aussersihl-Quartier hatten wegen der prekären Zustände landesweite Aufmerksamkeit erregt.
Keystone

Mit dem Kauf der drei Liegenschaften Neufrankengasse 6 und 14 sowie Magnusstrasse 27 können die prekären Verhältnisse dauerhaft beseitigt werden, wie die Stadt in einer Mitteilung vom Freitag schreibt. Von diesen betroffen waren Mieterinnen und Mieter ebenso wie die Nachbarschaft.

Zeitdruck vom Verkäufer

Weil der Verkäufer es zur Bedingung machte, dass die drei Verträge vor den Sportferien beurkundet werden, genehmigte der Stadtrat die Verträge trotz der Höhe der Kaufpreise in eigener Kompetenz. Für das Haus Neufrankengasse 6 sind es 14,566 Millionen Franken, für das Gebäude Nummer 14 werden 11,484 Millionen Franken fällig. Der Kaufpreis für die Liegenschaft in der Magnussstrasse beträgt 6,25 Millionen Franken.

Die Liegenschaften sollen später ins Verwaltungsvermögen übertragen werden. Dafür ist der Gemeinderat zuständig. Falls dieser die Übertragung ablehnen sollte, stehen laut Stadtrat die Chancen gut, dass die Gebäude zum Erwerbspreis weiter verkauft werden können.

Um die grössten Mängel in den Liegenschaften an der Neufrankengasse zu beheben und eine Zwischennutzung zu ermöglichen, hat der Stadtrat zudem zwei Objektkredite in Höhe von 1,95 und 1,8 Millionen Franken bewilligt.

Komplett unbewohnbar ist zurzeit das Haus an der Magnusstrasse. Nach einem vorsätzlich gelegten Brand mussten sämtliche elektrischen und sanitären Installationen demontiert werden. Für ein Instandsetzungsprojekt des Hauses hat der Stadtrat daher einen Projektierungskredit von 650'000 Franken bewilligt.

Kostendeckende Vermietung

Nach der Gesamtinstandsetzung rechnet die Stadt mit Netto-Mietzinsen zwischen 678 und 919 Franken für eine 1-Zimmer-Wohnung. Damit sei eine kostendeckende Vermietung sowohl an einen offenen Kreis von Nutzerinnen und Nutzern als auch an sucht- und psychisch kranke Menschen möglich, heisst es in der Mitteilung.

Die Zimmer an der Magnusstrasse sollen zu einem kostendeckenden jährlichen Netto-Mietzins von 214'000 Franken an die Asyl-Organisation Zürich vermietet werden. Die Zustände in den drei Häusern waren desolat, unter anderem wurden sie als Drogenumschlagplatz genutzt. Im Januar wurden sie von der Polizei geräumt.

SDA/mst

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