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Sport wird kein Promotionsfach an Zürcher Gymnasien

Mit Unihockey und Trampolinspringen zur Matur? Nein, sagt der Kantonsrat nach langer Diskussion. Sport wird auch in Zukunft kein Promotionsfach an Zürcher Gymnasien.

Wie gut jemand Unihockey spielen oder einen Ball werfen kann, soll im Kanton Zürich auch in Zukunft nicht in die relevante Gymi-Note einfliessen.
Wie gut jemand Unihockey spielen oder einen Ball werfen kann, soll im Kanton Zürich auch in Zukunft nicht in die relevante Gymi-Note einfliessen.
Symbolbild, Keystone

Sport wird an Zürcher Gymnasien kein Promotionsfach, die Note wird für das Weiterkommen von Semester zu Semester nicht relevant. Der Zürcher Kantonsrat hat am Montag eine Einzelinitiative, die das verlangte, nach längerer Diskussion nicht überwiesen.

Das Begehren wurde von 50 Parlamentariern unterstützt, für eine vorläufige Überweisung notwendig gewesen wären 60 Stimmen im 180-köpfigen Rat. Eingereicht hatte die Einzelinitiative der grüne Zürcher Gemeinderat und ehemaligen Mathematiklehrer und Prorektor am Gymnasium Rämibühl, Balz Bürgisser.

Bürgisser begründete sein Anliegen primär mit der mangelnden Einsatzbereitschaft vieler Schülerinnen und Schüler im Sportunterricht. Es herrsche allzu oft das Lustprinzip. Noten mit mehr Gewicht würden «bei demonstrativ desinteressierten» Gymnasiasten die Motivation steigern, zeigte sich der Initiant überzeugt.

Sport soll Musik gleichgestellt werden

Die Einzelinitiative spaltete die Parteien jenseits des Links-Rechts-Schemas, teilweise auch die Parteien selber. Unterstützt wurde sie grossmehrheitlich von Bürgissers Partei, den Grünen, sowie von der FDP und der BDP. Gegen die Initiative waren SVP, CVP und AL. SP, GLP und EDU beschlossen Stimmfreigabe.

Die Befürworter von Sport als Promotionsfach argumentierten primär mit der Gleichstellung von Sport mit den Fächern Musik und Bildnerisches Gestalten. Deren Noten zählen für ein Weiterkommen am Gymi.

Die Gegner wollten hingegen nicht, dass mit Sportnoten schlechte Noten zum Beispiel in Mathematik wettgemacht werden könnten. Auch befürchteten sie eine Ungleichbehandlung der Schüler aufgrund unterschiedlicher körperlicher Voraussetzungen.

SDA/pst

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