Zum Hauptinhalt springen

Sondierbohrungs-Gesuche für Zürich Nordost liegen öffentlich auf

Auf der Suche nach einem Atomendlager will die Nagra in fünf Gemeinden der Region Zürich Nordost Sondierbohrungen durchführen. Die Gesuche dafür liegen auf.

Die Autobahn A4 E41 zwischen Winterthur und Schaffhausen. Das Gebiet Zuerich Nordost/Weinland gilt als sehr geeigneter Standort für ein Tiefenlager.
Die Autobahn A4 E41 zwischen Winterthur und Schaffhausen. Das Gebiet Zuerich Nordost/Weinland gilt als sehr geeigneter Standort für ein Tiefenlager.
Keystone

Auf der Suche nach einem Tiefenlager für radioaktive Abfälle will die Nagra in fünf Gemeinden der Region Zürich Nordost Sondierbohrungen durchführen. Die Gesuche dafür liegen seit Montag in den betroffenen Gemeinden öffentlich auf.

Die Nationale Genossenschaft für die Lagerung radioaktiver Abfälle (Nagra) hatte im vergangenen September acht Gesuche für die Region Zürich Nordost beim Bundesamt für Energie (BFE) eingereicht. Drei der vorgesehenen Bohrplätze befinden sich in Trüllikon, einer in Marthalen, je einer in Rheinau und Dachsen und zwei in Laufen-Uhwiesen. Die Gesuche liegen nun in den Standortgemeinden bis zum 26. April öffentlich auf, wie das BFE mitteilte. Bis dann haben Betroffene die Möglichkeit, Einsprache zu erheben. Zuständig für den Entscheid ist das Eidgenössische Departement für Umwelt, Verkehr, Energie und Kommunikation (UVEK).

Parallel zur öffentlichen Auflage fordert das BFE den Standortkanton Zürich sowie die Fachstellen des Bundes zur Einreichung von Stellungnahmen auf. Danach erhält die Nagra Gelegenheit, zu den Einsprachen Stellung zu nehmen. Einsprachen und Stellungnahmen werden vom BFE geprüft und berechtigte Anliegen bei der Ausarbeitung der Bohrbewilligungen berücksichtigt.

Mit den Sondierbohrungen will die Nagra den Kenntnisstand im Hinblick auf die definitive Standortwahl in der dritten Etappe des Sachplans Tiefenlager (STG) vertiefen. Die Bewilligungen für die Tiefenbohrungen will das UVEK voraussichtlich Mitte 2018 bewilligen.

Ende 2018 soll dann der Bundesrat beschliessen, welche Standortgebiete für ein Tiefenlager für Atommüll vertieft untersucht werden sollen. Bis zu diesem Entscheid verbleiben neben den von der Nagra favorisierten Gebieten Jura Ost und Zürich Nordost vier weitere potenzielle Standortgebiete im Auswahlverfahren.

Dieser Artikel wurde automatisch aus unserem alten Redaktionssystem auf unsere neue Website importiert. Falls Sie auf Darstellungsfehler stossen, bitten wir um Verständnis und einen Hinweis: community-feedback@tamedia.ch