Urteil

Rekurs gegen Calatrava-Projekt abgewiesen

Der Gestaltungsplan für den Calatrava-Bau der Axa beim Bahnhof Stadelhofen ist rechtens. 

Das Haus zum Falken beim Stadelhofen soll einem Bau von Architekt Calatrava weichen.Im Untergeschoss des Neubaus ist eine Velostation mit 1000 Plätzen geplant.

Das Haus zum Falken beim Stadelhofen soll einem Bau von Architekt Calatrava weichen.Im Untergeschoss des Neubaus ist eine Velostation mit 1000 Plätzen geplant. Bild: Reto Oeschger

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Die Versicherung Axa-Winterthur plant beim Bahnhof Stadelhofen ein Geschäftsgebäude, das einem Hochseeschiff ähnelt. Investieren will sie 46 Millionen Franken.

Mit der Stadt hat sie ausgehandelt, im Untergeschoss eine Velostation mit 1000 Plätzen zu errichten. Es handelt sich dabei um eine Mehrwertabgeltung im Umfang von 1,5 Millionen Franken. Der Neubau soll das Haus zum Falken aus dem Jahre 1819 ersetzen, in dessen Erdgeschoss das Café Mandarin einquartiert war. 

Im Januar 2018 stimmte der Stadtzürcher Gemeinderat dem Gestaltungsplan zu, den später auch der Kanton absegnete. Im August ging dann aber ein Rekurs beim Baurekursgericht ein. Der Rekurrent beanstandete verschiedene Punkte.

Das Projekt passe nicht in die Umgebung, verletze Auflagen des Denkmalschutzes und verdecke die Sicht auf Villen der Umgebung. Das kantonale Baurekursgericht hält all diese Einwände für unbegründet und hat den Rekurs am 8. Februar abgewiesen – soweit es überhaupt darauf eintrat. Dies ist dem gestern publizierten Urteil zu entnehmen.

Abbruch erlaubt

Das Gericht erinnert daran, dass das Haus zum Falken bereits 2014 vom Stadtrat aus dem kommunalen Inventar der kunst- und kulturhistorischen Denkmalschutzobjekte entlassen worden war. Es dürfe also abgebrochen werden, sobald die Baufreigabe fürs Projekt vorliege.

Das Gebäude zähle auch nicht mehr zum massgeblichen Ortsbild der Kernzone. Die vom Rekurrenten aufgeworfene Frage, ob der Gestaltungsplan auf das Ortsbild gebührend Rücksicht nehme, spiele keine Rolle mehr. 

Das Gericht stützt sämtliche Argumente der Rekursgegner. Es schreibt, die Umsetzung des Projekts liege im öffentlichen Interesse und führe in verschiedener Hinsicht zu einer Verbesserung der Situation.

Anders als der Rekurrent behaupte, erschöpfe sich der Zweck des Gestaltungsplans nicht in der Erstellung einer unterirdischen Velostation. Es handle sich vielmehr um eine städtebaulich und architektonisch wertvolle Bebauung, die den benachbarten Bahnhof Stadelhofen ergänze. (tsc)

(Zürcher Regionalzeitungen)

Erstellt: 12.02.2019, 21:40 Uhr

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