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Regierungsrat will Integrationsprogramm fortsetzen

«Integration zahlt sich aus.» Davon ist der Zürcher Regierungsrat überzeugt. Er hat deshalb das zweite kantonale Integrationsprogramm (KIP 2) für die Jahre 2018 bis 2021 genehmigt - als Fortsetzung des erfolgreichen KIP 1.

26,3 Prozent der Bevölkerung des Kantons Zürich besitzen keinen Schweizer Pass – die überwiegende Mehrheit davon stammt aus EU/EFTA-Staaten.
26,3 Prozent der Bevölkerung des Kantons Zürich besitzen keinen Schweizer Pass – die überwiegende Mehrheit davon stammt aus EU/EFTA-Staaten.
Keystone

Seit dem 1. Januar 2014 regeln Bund und Kantone die spezifische Integrationsförderung im Rahmen von kantonalen Integrationsprogrammen. Der Kanton Zürich hat sich deshalb mit dem KIP 1 für die Jahre 2014 bis 2017 dazu verpflichtet, seine Anstrengungen zur Integration von Ausländerinnen und Ausländern zu verstärken.

Dabei geht es um die Schwerpunkte Information und Beratung, Bildung und Arbeit sowie Verständigung und gesellschaftliche Integration. Der Kanton hat Ziele und Massnahmen wie Deutschförderung, Elternbildungsangebote sowie zur Integration in den Arbeitsmarkt formuliert.

Nun will der Regierungsrat die Integrationsarbeit weiterführen: Er hat das von der Fachstelle für Integrationsfragen erarbeitete KIP 2 genehmigt, wie er am Freitag mitteilte. Die KIP-2-Massnahmen bauen auf den Angeboten im KIP 1 auf und sollen, falls nötig, optimiert und erweitert werden.

Auch KIP 2 ist als Ergänzung und nicht als Ersatz zu den Integrationsmassnahmen in den Regelstrukturen konzipiert. Zu diesen Strukturen zählen Schulen, das Gesundheitswesen, die Erwerbsarbeit sowie Sport- und Kulturvereine.

Sprachkompetenz und Verständnis fördern

KIP 2 intensiviere die interdirektionale Zusammenarbeit und Koordination im Kanton, heisst es weiter. Dies garantiere eine bessere Abstimmung unter den Akteuren der Integrationsförderung und die Nachhaltigkeit der Massnahmen. Zudem führt das neue Programm die bestehende enge Kooperation mit den Gemeinden fort und entwickelt sie weiter.

Zürich setzt aufgrund der gesammelten Erfahrungen und den unveränderten Schwerpunkten auch im KIP 2 einen «deutlichen Akzent» bei der Förderung der Sprachkompetenzen und bei den Massnahmen zur Förderung des gegenseitigen Verständnisses und Zusammenlebens. Dazu kommt die Arbeitsmarktintegration und die Massnahmen zum Schutz von Diskriminierung werden verstärkt.

Allerdings bekommt Zürich wegen der Stabilisierungsprogramme des Bundes einen tieferen Beitrag aus Bern: Der maximale Beitrag aus dem Integrationsförderkredit beträgt für Zürich jährlich 5,71 Millionen Franken - 700'000 Franken weniger als bisher.

Jeder Vierte hat keinen Schweizer Pass

Im Kanton Zürich besitzen 26,3 Prozent der Bevölkerung keinen Schweizer Pass. Rund 96 Prozent davon kamen gemäss Mitteilung als Arbeitskräfte mit ihrer Familie nach Zürich. Knapp 4 Prozent sind anerkannte Flüchtlinge oder vorläufig aufgenommene Personen. Insgesamt leben im Kanton Zürich Menschen aus 184 Nationen, wobei 68 Prozent aus EU/EFTA-Staaten stammen.

SDA/mst

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