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Weshalb Jeton G. eingebürgert wurde

Der Zürcher Regierungsrat hat in einer Antwort auf eine SVP-Interpellation erklärt, weshalb der vorbestrafte Jeton G. eingebürgert wurde.

Erwachsene erhalten nur einen Schweizer Pass, wenn der Strafregisterauszug keinen Eintrag enthält und kein Strafverfahren hängig ist.
Erwachsene erhalten nur einen Schweizer Pass, wenn der Strafregisterauszug keinen Eintrag enthält und kein Strafverfahren hängig ist.
Keystone (Symbolbild)

Er wurde mehrmals rechtskräftig verurteilt und sass im Gefängnis. Trotzdem wurde ein Mann, bekannt unter dem Namen«Jeton G.», im Jahr 2000 eingebürgert. Die SVP-Kantonsrätin Barbara Steinemann fand dies erklärungsbedürftig und reichte eine Interpellation ein. Am Donnerstag hat der Regierungsrat nun seine Antwort veröffentlicht.

Wie es in einer Mitteilung heisst, hätten die Einbürgerungsbehörden im Jahr 2000 noch keinen Zugriff auf Strafregister gehabt. Der Zugriff sei den kantonalen Einbürgerungsbehörden erst im Jahr 2008 ermöglicht worden. Die Behörden hätten somit keine Hinweise darauf gehabt, dass der Einbürgerungskandidat vorbestraft gewesen sei. Wäre der damals 16-jährige Kosovo-Albaner heute wieder Einbürgerungskandidat, würde er abgelehnt.

In den Schlagzeigen wegen Mord an Türsteher

Einbürgerungen von Erwachsenen sind nur möglich, wenn der Strafregisterauszug keinen Eintrag enthält und kein Strafverfahren hängig ist. Bei Jugendlichen müssen allfällige Strafen vollzogen und Schutzmassnahmen aufgehoben sein. Auch sie dürfen zudem keine hängigen Verfahren haben.

Der Familienvater aus Regensdorf geriet in diesem Frühling in die Schlagzeilen, weil er im Verdacht steht, in Zürich-Affoltern einen 30-jährigen Türsteher aus Montenegro erschossen zu haben.

SDA/ori

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