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Reformierte Kirche revidiert ihre Kirchenordnung

Änderung in der Organisation, in der Aufgabenteilung und bei der Taufe, Trauung und Abdankung: Die reformierte Kirche will ihre Kirchenordnung anpassen. Das letzte Wort hat das Stimmvolk.

Die reformierten Stimmbürger sollen voraussichtlich im September 2018 an der Urne über die revidierte Kirchenordnung befinden.
Die reformierten Stimmbürger sollen voraussichtlich im September 2018 an der Urne über die revidierte Kirchenordnung befinden.
Keystone

Anlass für die Teilrevision ist unter anderem der Prozess KirchGemeindePlus, wie die Evangelisch-reformierte Landeskirche des Kantons Zürich am Donnerstag mitteilte. KirchGemeindePlus ermöglicht den Kirchgemeinden, sich zu grösseren Einheiten zusammenzuschliessen und die Kräfte zu bündeln.

Dies macht Änderungen in der Organisation und der Aufgabenteilung in den Kirchgemeinden notwendig. Sie sollen gewährleisten, dass den Mitarbeitern und Behördenmitgliedern weiterhin genügend Ressourcen für den Gemeindeaufbau und die inhaltlich-kirchliche Arbeiten zur Verfügung stehen, wie die Landeskirche schreibt. Neu soll der Kirchenrat den Kirchgemeinden die ordentliche Pfarrstellen und Ergänzungspfarrstellen nicht mehr zuweisen - vielmehr erhält jede Kirchgemeinde aufgrund ihrer Mitgliederzahl ein Gesamtpfarrstellenpensum zugeteilt. Zudem soll die Wohnsitzpflicht für Pfarrpersonen gelockert werden.

Ebenfalls soll künftig die Funktion des Kirchgemeindeschreibers in der Kirchenordnung zusätzlich aufgeführt werden und grössere Kirchgemeinden können neu auch Kirchgemeindeparlamente einführen.

Ausserhalb der Kirche heiraten

Die Überarbeitung der Kirchenordnung bietet gemäss Landeskirche aber auch die Gelegenheit, einzelne Bestimmungen zu präzisieren, an das übergeordnete Recht anzupassen und allgemein einige neue Regeln für die Gestaltung des kirchlichen Lebens einzuführen.

So sind beispielsweise Anpassungen bei der Gestaltung der Taufe, Trauung und Abdankung vorgesehen. Sie sollen zwar in der Regel weiterhin im Rahmen des Gemeindegottesdienstes in der Kirche gefeiert werden, aber eben nicht nur: Taufen in einem anderen Rahmen zu feiern soll neu genauso möglich sein, wie Trauungen und Abdankungen ausserhalb einer Kirche durchzuführen.

Wie der Kirchenrat in seinem Bericht schreibt, sei diese Öffnung angezeigt, «um die Menschen in ihren unterschiedlichen gesellschaftlichen Lebenswelten erreichen zu können».

Die Kirchensynode - das Parlament der Landeskirche - wird die Beratung der Teilrevision am 3. April 2018 beginnen und an mehreren Sitzungen verhandeln. Geplant ist, sie spätestens am 15. Mai zuhanden der Urnenabstimmung zu verabschieden. Anschliessend sollen die reformierten Stimmbürger im September 2018 an der Urne darüber befinden.

SDA/mcp

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