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Publicitas befindet sich in provisorischer Nachlassstundung

Die Werbevermarkterin Publicitas befindet sich in provisorischer Nachlassstundung. Der Antrag sei vom Bezirksgericht Bülach bestätigt worden, sagte Publicitas-CFO Carsten Brinkmeier am Donnerstag gegenüber der Nachrichtenagentur SDA.

Publicitas im Glattpark in Opfikon.
Publicitas im Glattpark in Opfikon.
Keystone

Bei einem Treffen werde das Unternehmen den Verlegern am Donnerstagnachmittag ein Sanierungskonzept vorstellen, sagte Finanzchef Brinkmeier. Sie hofften, dass möglichst viele dem Vorschlag zustimmten und die Publicitas danach ihre Dienstleistungen weiterhin erbringen könne.

Vergangene Woche hatten gleich mehrere grosse Medienhäuser mitgeteilt, die Zusammenarbeit mit der Publicitas per sofort aufzugeben. Begründet hatten sie das mit ausstehenden Zahlungen.

Markanter Rückgang der Printwerbung

Den Anfang gemacht hatte Tamedia, danach folgten Ringier und Admeira sowie die NZZ. Und zuletzt kündigten dann noch die AZ Medien ihre Zusammenarbeit. Die Kunden wurden aufgefordert, offene Rechnungen direkt bei den Verlagen statt bei Publicitas zu zahlen.

Publicitas bedauerte die Ausstiege. Schon nach der Kündigung von Tamedia hatte Publicitas bekanntgegeben, an einem Sanierungskonzept zur mittelfristigen Stabilisierung zu arbeiten. Die Werbevermarkterin leidet wie die Medienhäuser unter dem markanten Rückgang der Printwerbung. Das Unternehmen schrieb schon mehrfach rote Zahlen.

SDA/mcp

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