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Pro Natura sieht Abriss der Erb-Villa kritisch

Das Konkursamt Thurgau hat ein Gesuch um eine Abbruchbewilligung der Villa Wolfensberg eingereicht. Dagegen wehren sich nun Naturschützer.

In der Villa Wolfensberg ist Milliardenpleitier Rolf Erb aufgewachsen.
In der Villa Wolfensberg ist Milliardenpleitier Rolf Erb aufgewachsen.
Marc Dahinden

Das Anwesen der Erb-Dynastie, die 2003 pleite ging, wird verwertet. Um mehr Geld für die Gläubiger herauszuholen prüft das zuständige Konkursamt Thurgau, ob ein Abbruch der Villa Wolfensberg möglich ist. Naturschützer des Verbands Pro Natura beobachten das Gesuch kritisch, schreibt der Blick. Das grosse Anwesen sei ausserhalb der Bauzone. Ausserdem liege die Erb-Villa am Waldrand und mitten in den Rebbergen.

Und wenn der Anteil der Wohnfläche um 30 Prozent erweitert werden soll, müsse man eine Bewilligung für den Umbau genau anschauen und einen Rekurs ernsthaft prüfen, so Pro Natura. Beim Konkursamt Thurgau schaut man dem Widerstand gelassen entgegen. Es sei wichtig, dass das Amt klare Verhältnisse schaffen kann, was ein allfälliger Käufer mit dem Grundstück machen kann.

Jahrelanger Prozesskrieg

Seit Jahren ist die Villa Wolfensberg unbewohnt und verlottert allmählich. Hier wuchs der spätere Milliardenpleitier Rolf Erb auf. Kurz bevor das Firmenimperium 2004 zusammenbrach, überschrieb er das Haus mit zahlreichen anderen Objekten an seine Zwillingssöhne.

Das Bundesgericht entschied nach jahrelangem Prozesskrieg, dass die Erbs ihre Besitztümer hergeben müssen. Sie werden verkauft, um die Gläubiger zu entschädigen.

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