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Geklautes Portemonnaie nach 31 Jahren zurück bei Besitzerin

Bei Bauarbeiten in einem Parkhaus in Winterthur kam ein Portemonnaie zum Vorschein, über das sich die Besitzerin 31 Jahre später freuen durfte.

Till Hirsekorn
Kärtli von Jelmoli, Haldengut und Stadtbus: Das gestohlene Portmonnaie kam nach 31 Jahren wieder zur Besitzerin zurück.
Kärtli von Jelmoli, Haldengut und Stadtbus: Das gestohlene Portmonnaie kam nach 31 Jahren wieder zur Besitzerin zurück.
Stapo Winterthur

Nach dem Fund eines 31 Jahre alten Portemonnaies in einem Lüftungsschacht des Theater-Parkhauses («Landbote» von gestern) reihen sich bei der Besitzerin, einer 56-jährigen Winterthurerin, die Glückwünsche und Gönner-Angebote. Doch der Reihe nach:

Am Montagnachmittag erreichte Nicole Feer, die in der Buchhandlung Obergass Bücher arbeitet, ein besonders überraschender Telefonanruf, auf den sie erst skeptisch, dann hocherfreut reagierte. Am anderen Ende der Leitung war die Stadtpolizei. Diese teilte ihr mit, dass man ihr Portemonnaie gefunden habe, 31 Jahre nachdem es der damals 25-Jährigen gestohlen worden war.

Bis auf zwei Parkmünzen, einen englischen Penny und eine Münze der Studentenverbindung Vitodurania war das Geld weg. Dafür habe die Frau beim Durchstöbern «eine kleine Reise zurück in die Vergangenheit erlebt», wie die Stadtpolizei auf Facebook schreibt. Sämtliche Kärtchen, Bons und Stempelkarten waren nämlich noch drin, darunter eine Strumpf-Sparkarte von Jelmoli, Stadtbus-Schnupperfahrkarten, zwei Bons für «1 Gratistrunk» der Brauerei Haldengut, eine Eurocheque-Karte und diverse Quittungen.

Haldengut spendiert Bier

Gerne könne sie sich dafür einen Kasten Bier abholen, schrieb ein Haldengut-Mitarbeiter amüsiert in die Facebook-Kommentarspalte, und von Stadtbus erhält die Frau laut Stadtrat Stefan Fritschi (FDP) sechs Tageskarten der Zone Winterthur. Auch ein Mitarbeiter der AXA meldete sich beim Landboten und bat um den Kontakt. Man wolle der Frau zwei Lost-Tag-Stickers schenken, Kleberchen, die man an wertvolle Gegenstände heftet und diese online registriert.

Später wurde eingebrochen

«Das Portemonnaie hatte ich längst vergessen. Ich konnte mich nur noch daran erinnern, weil zwei Wochen nachdem es mir geklaut worden war, bei uns eingebrochen wurde, und ich einen Zusammenhang vermutete», erzählt die Ur-Winterthurerin. Sie gehe davon aus, dass ihr jemand das Portemonnaie bei einem Bummel durch die Altstadt aus der Tasche gestohlen habe, nach einem Adventskonzert in der Stadtkirche.

Auch Fotos trug Nicole Feer damals bei sich. Eines davon aus Wales, von den ersten Ferien mit ihrem Ehemann, ebenfalls ein bekanntes Gesicht, Alt-FDP-Gemeinderat Stefan Feer (FDP), der vor kurzem zurücktrat. «Damals waren wir noch nicht verheiratet», verrät sie. Die beiden sind heute noch ein Ehepaar. Diese Aufnahme sei deshalb eine besonders schöne Erinnerung für sie.

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