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Platz für Familien und Grünanlagen

Zürcherinnen und Zürcher leben weniger dicht beisammen als Genfer oder Baslerinnen. Dafür müssen sie weiter gehen um einzukaufen oder den Arzt zu besuchen.

Zürcherinnen und Zürcher haben gemäss einer Studie mehr Platz als Einwohner anderer Schweizer Städte.
Zürcherinnen und Zürcher haben gemäss einer Studie mehr Platz als Einwohner anderer Schweizer Städte.
Peter Würmli

Jeder fünfte Haushalt in der Stadt Zürich wird von einer Familie bewohnt - so viel wie in keiner anderen Stadt in der Deutschschweiz. Und auch in Lausanne und Genf hat es nur gerade ein Prozent mehr Familienhaushalte. Diese und andere Aspekte gehen aus der Publikation «Wohnen in den Städten: Ein Vergleich der Kernstädte und ihrer Agglomerationsgürtel» des Bundesamts für Statistik hervor, die am Dienstag erschienen ist.

Die acht grössten Städte der Schweiz wurden dafür untersucht. Unter den Ergebnissen befinden sich zum Teil überraschende Aspekte. So ist Zürich die grösste Stadt der Schweiz - mit doppelt so vielen Einwohnern wie die zweitgrösste Stadt Genf -, aber gleichzeitig nicht die dichtest bebaute.

Viele Einpersonenhaushalte

Leben in Zürich 4500 Menschen pro Quadratkilometer, sind es in Basel 7500 und in Genf 12'400. Basel und Genf sind auch dann immer noch dichter bebaut, wenn man die Zürcher Parks und Waldgebiete nicht berücksichtigt. Das führt jedoch dazu, dass an der Limmat die Wege weiter sind beim Einkaufen und beim Arztbesuch: geht ein Genfer im Durchschnitt 156 Meter bis zum nächsten Lebensmittelladen und ein Basler 229, sind es für den Zürcher 341 Meter.

Typisch für Zürich sind laut der Erhebung Singles und der wachsende Anteil von Familien. Fast 45 Prozent der Zürcher Wohnungen sind Einpersonenhaushalte. Familien machen mit 20 Prozent zwar weniger als im Agglomerationsgürtel aus. Aber während in den Vororten der Familienanteil seit 1990 von 30 auf 25 Prozent gefallen ist, ist er im gleichen Zeitraum in der Stadt um 3,4 Prozent gestiegen.

(SDA)

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