Zum Hauptinhalt springen

Parlament unterstützt Lehrplan-Moratorium

Ein grosser Teil der Zürcher Kantonsrätinnen und Kantonsräte fordert einen Marschhalt bei der Einführung des Lehrplans 21. Das Parlament hat am Montag eine Einzelinitiative überraschend mit 63 Stimmen vorläufig unterstützt. Nötig waren 60 Stimmen.

Der Lehrplan 21 legt die Ziele für den Unterricht aller Stufen der Volksschule fest – eine Mehrheit im Zürcher Kantonsrat erachtet ihn aber als überladen.
Der Lehrplan 21 legt die Ziele für den Unterricht aller Stufen der Volksschule fest – eine Mehrheit im Zürcher Kantonsrat erachtet ihn aber als überladen.
Keystone

Die Einzelinitiative wurde von Katrin Meier eingereicht, einer Primarlehrerin und ehemaligen SP-Kantonsrätin. Sie ist grundsätzlich nicht gegen den Lehrplan 21, aber gegen den ihrer Meinung nach viel zu sportlichen Fahrplan. Der Lehrplan sei nicht zur Umsetzung bereit, sagte sie. Es brauche dringend mehr Zeit.

Unterstützung erhielt sie von bürgerlicher Seite, von der SVP und der EDU, die beide das vorliegende 500-Seiten-Werk kritisieren. Während die SVP das Volk mitreden lassen will und dazu eine Volksinitiative einreichte, kritisiert die EDU vor allem den Religionsunterricht. Das Christentum werde dort marginalisiert.

Die Einzelinitiative geht nun an den Regierungsrat, der sich dazu äussern muss. Der Kanton plant, den Lehrplan im Schuljahr 2018/19 auf der Kindergarten- und der Primarstufe bis zur 5. Klasse in Kraft zu setzen. Für die 6. Klasse und auf der Sekundarstufe I soll der neue Lehrplan im Schuljahr 2019/2020 zur Anwendung kommen.

SDA/mst

Dieser Artikel wurde automatisch aus unserem alten Redaktionssystem auf unsere neue Website importiert. Falls Sie auf Darstellungsfehler stossen, bitten wir um Verständnis und einen Hinweis: community-feedback@tamedia.ch