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Nur wenige Einwendungen gegen den Velotunnel

Gegen die Pläne für einen Velotunnel beim Zürcher Hauptbahnhof sind bei der Stadt nur neun Einwendungen eingegangen.

Die Ampel steht schon (fast) auf grün: Der Velotunnel beim Hauptbahnhof soll im Jahr 2018/2019 eröffnet werden.
Die Ampel steht schon (fast) auf grün: Der Velotunnel beim Hauptbahnhof soll im Jahr 2018/2019 eröffnet werden.
Symbolbild, Keystone

Gleich mehrere der Einwendungen, die am Freitag auf der Website der Stadt aufgeschaltet wurden, sind gegen E-Roller gerichtet. Die Kritiker monieren, dass der Tunnel auch von E-Rollern genutzt werden dürfen. Zudem erhielten E-Roller auch noch Parkplätze.

Die Stadt will auf diese Kritik jedoch keine Rücksicht nehmen. Mit den E-Rollern werde der Tunnel besser ausgelastet und generiere somit einen Mehrwert, schreibt die Stadt dazu. Würden die Parkplätze von E-Rollerfahrern dann nicht genutzt, könne man sie immer noch in Veloplätze umfunktionieren.

Gefällte Bäume werden nicht ersetzt

Kritik gab es auch, weil die Stadt für den Velotunnel Alleebäume am Sihlquai fällen wird. Man könne die Bäume aus Platzgründen leider nicht ersetzen, schreibt die Stadt dazu. Berücksichtigt werden hingegen Reklamationen wegen der Signalisation für Sehbehinderte. Diese wird nun verbessert.

Sofern keine der abgelehnten Reklamationen noch zu grösseren Verzögerungen führt, wird der Tunnel im Jahr 2018/19 eröffnet - viel später als eigentlich geplant. Ursprünglich wollte die Stadt die neue Verbindung zwischen der Kasernenstrasse im Kreis 4 und dem Sihlquai im Kreis 5 bereits im Jahr 2014 für die Velos freigeben.

Daraus wurde jedoch nichts, weil das Projekt mehrmals verändert wurde. So wurde beispielsweise nachträglich eine Velo-Rampe auf der Seite des Landesmuseums hinzugefügt.

Gebohrt ist der Tunnel immerhin schon. Er wurde Ende der 1980er-Jahre als Vorinvestition in den Stadttunnel gebaut. Dieser soll dereinst die A1 mit der A3 verbinden. Ob er jemals realisiert wird, ist allerdings unklar.

SDA/mst

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