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Neubau der Wasserschutzpolizei ist wieder auf Kurs

Das Gebäude der Wasserschutzpolizei in Zürich-Enge ist in einem baulich schlechten Zustand. Es soll für 21 Millionen Franken durch einen Neubau ersetzt werden. Das letzte Wort hat das Volk.

Das Projekt «Coray» wurde bereits 2012 als Siegerprojekt für den Wasserschutzpolizei-Neubau am Mythenquai gekürt.
Das Projekt «Coray» wurde bereits 2012 als Siegerprojekt für den Wasserschutzpolizei-Neubau am Mythenquai gekürt.
PD/Visualisierung

Die Wache der Wasserschutzpolizei befindet sich seit 1952 am Mythenquai. Der Flachdachbau weist einen hohen Sanierungsbedarf auf, wie der Stadtrat am Mittwoch mitteilte.

Zudem genügen die Raumverhältnisse den betrieblichen Ansprüchen der Polizei nicht mehr: Bereits seit Ende der 1990er-Jahre stehen ein zweigeschossiges Containerprovisorium und eine doppelte Garagenbox auf dem Areal. Nun soll ein Ersatzneubau an gleicher Stelle errichtet werden.

Im dreigeschossigen Neubau soll es zwanzig permanente Arbeitsplätze für Mitarbeitende der Stadtpolizei geben. Neben der 24-Stunden-Wache der Wasserschutzpolizei wären dort auch die Kommissariatsleitung und die Fachgruppe Umweltdelikte untergebracht. Diese befinden sich gegenwärtig noch am Wasserschutzpolizei-Standort Tiefenbrunnen.

Hindernisreicher Weg

Der Stadtrat hatte zur Ausarbeitung des Bauprojekts bereits im Januar 2011 einen Projektierungskredit von 1,97 Millionen Franken bewilligt. Für den Neubau war auch eine Umzonierung notwendig - von der Freihaltezone in die Zone für öffentliche Bauten und Anlagen.

Der entsprechende Entscheid des Gemeinderats vom Mai 2012 war lange Zeit durch einen Rekurs blockiert. Schliesslich war für die gerichtlich geforderte Präzisierung eine Änderung der Bau- und Zonenordnung erforderlich. Diese ist seit Mai 2017 in Kraft. Damit das Bauprojekt nun möglichst ohne weitere Unterbrüche bearbeitet werden kann, wird dem Gemeinderat die Erhöhung des Projektierungskredits um 1,05 Millionen auf 3,02 Millionen Franken beantragt.

Der Objektkredit einschliesslich Reserven und Projektierungskosten beträgt 20,97 Millionen Franken. Die Zustimmung des Gemeinderats vorausgesetzt, entscheidet das Stadtzürcher Stimmvolk voraussichtlich am 19. Mai 2019 über die Vorlage.

Bei einem Ja an der Urne könnten die Arbeiten für die Provisorien im September 2019 gestartet werden. Der Baubeginn am Standort Mythenquai ist derzeit für November 2019 vorgesehen. Die Realisierung dauert rund zwei Jahre.

Zur Aufrechterhaltung des Betriebs während der Bauzeit wird am Standort Tiefenbrunnen ein Provisorium eingerichtet. In dieser Zeit wird zudem die Bootsvermietung beim Hafen Enge mitbenutzt. Der Betrieb der Bootsvermietung soll jedoch nicht behindert werden.

SDA/pst

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