Rapperswil-Jona

Nach dem Abstieg liegt der Stadionausbau auf Eis

Der Abstieg des Fussballclubs Rapperswil-Jona (FCRJ) aus der zweithöchsten Spielklasse Challenge League bedeutet das Aus für den angedachten Ausbau des Stadions Grünfeld.

Bleibt wie es ist: Der Bau neuer Kabinen und einer zusätzlichen Tribüne ist vom Tisch.

Bleibt wie es ist: Der Bau neuer Kabinen und einer zusätzlichen Tribüne ist vom Tisch. Bild: Markus Timo Rüegg

Feedback

Tragen Sie mit Hinweisen zu diesem Artikel bei oder melden Sie uns Fehler.

Die Fussballer des FCRJ steigen nach zwei Spielzeiten aus der zweithöchsten Spielklasse, der Challenge League, ab. Das steht seit Sonntag fest. Auch für den geplanten Ausbau des Stadions am Grünfeld hat das Konsequenzen. Er ist mit dem Abstieg vorerst vom Tisch.

Nach dem Aufstieg in die Challenge League hatten der Verein und der Stadionbesitzer, die Stadt, einige provisorische Anpassungen im Stadion vornehmen müssen. Unter anderem wurde ein provisorischer Zugang errichtet, über den die gegnerischen Fans in den Gästeblock gelangen. «Was provisorisch ist, wird nun abgebaut, soweit dafür kein Gebrauch mehr ist», sagt Stadtpräsident Martin Stöckling.» Die eingebauten Sitze auf der Tribüne könnten bleiben, die Passerelle für die gegnerischen Fans beispielsweise sei gemietet und würde nun zurückgegeben.

Kanton muss entscheiden

Noch im Bewilligungsprozess befindet sich der geplante Bau einer neuen Flutlichtanlage. Fernsehübertragungen machten in der Challenge League eine bessere Beleuchtung erforderlich. Der Stadtrat hatte für die neue Beleuchtung bereits die Bewilligung erteilt. Dagegen gab es jedoch eine Einsprache beim kantonalen Baudepartement. Diese ist weiterhin hängig. «Es wäre nicht sinnvoll, dass Verfahren nun zu stoppen», sagt der Stadtpräsident. «Wir warten jetzt den Entscheid des Baudepartements ab und sehen dann, wie wir weiter machen.»

Neben dem Flutlicht waren aber weitere Massnahmen für einen Stadionausbau geplant. So waren etwa eine zusätzliche Zuschauertribüne und mehr Kabinen angedacht. Im Investitionsplan bis 2023 hatte die Stadt 4,5 Millionen Franken für den Stadionausbau und die Verlegung der Blaubrunnenstrasse festgeschrieben. Diese sollte verlegt werden, um Platz für die Tribüne zu schaffen. «Der Stadionausbau wäre in den nächsten Jahren geplant gewesen. Diese Massnahmen beurteilen wir im Moment als nicht mehr so akut», sagt Stöckling.

Sofern es um Challenge-League-Auflagen gehe, fielen diese nun weg. Als Beispiel nennt der Stadtpräsident etwa zusätzliche Kabinen oder die zusätzliche Tribüne. Stöckling kann sich vorstellen, dass der entsprechende Posten im Budgetplan mit dem nächsten Budget gestrichen wird.

Auf die Frage, ob mit den Planungen für Flutlicht und andere künftige Massnahmen Geld in den Sand gesetzt worden sei, entgegnet Stöckling: «Das, was wir geplant haben, ist nicht verloren. Und andere planerische Ausgaben werden nun gar nicht notwendig.» Im Sport sei es eben so: «Manchmal ist man erfolgreich, manchmal nicht.»

Sicherheitskosten sinken

Eines steht jetzt schon fest: Die Sicherheitskosten werden in der neuen Spielklasse, der Promotions League, niedriger ausfallen als in der Challenge League. «Das ist völlig klar», sagt Stöckling.

Für die Kosten der Sicherheit im Stadion war der Verein aufgekommen, um die Sicherheit ausserhalb kümmerte sich die Kantonspolizei, hierfür bezahlte also der Kanton. Mit dem Abstieg fallen laut Stöckling nun auch die Absprachen zwischen Klubleitung, Sicherheitsverantwortlichen und der Kantonspolizei weg.

Erstellt: 28.05.2019, 16:00 Uhr

Artikel zum Thema

Reitstall muss neuer Eishockey-Trainingshalle weichen

Rapperswil-Jona Mehr Eis für den Eissport in Rapperswil-Jona: Eine Trainingshalle für Eishockeyaner und Eiskunstläufer soll im Joner Grünfeld gebaut werden. Mehr...

Die Faustballer haben nun ein Dach

Rapperswil Jona An der zweiten Faustball-Meisterschaftsrunde im Grünfeld wurde am Samstag das Tribünendach im Beisein von Behörden und Sponsoren eingeweiht. Mehr...

Tischtennis in neuer Unihockey-Halle: Flames holen TTC an Board

Rapperswil-Jona Der Unihockeyclub Jona-Uznach Flames plant eine eigene Sporthalle im Grünfeld. Nun gibt der Club auf seiner Facebookseite bekannt, dass man dort künftig mit dem Tischtennisclub Rapperswil-Jona zusammenarbeiten möchte. Mehr...

Kommentare

Blogs

Michèle & Friends Midlife-Crisis? Nehm ich!

Von Kopf bis Fuss Diese Frau erinnert sich an alles

Abo

Eine für alle. Im Digital-Abo.

Die Zürichsee Zeitung digital ohne Einschränkung nutzen. Für nur CHF 25.- pro Monat. Jetzt abonnieren!