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Mehr Ozon wegen heissem Sommer

In der Ostschweiz wurden die Ozon-Grenzwerte deutlich mehr überschritten als in den Vorjahren. Wegen des heissen Sommers war die Luft vor allem in den hohen Lagen schlecht.

In den höheren Lagen waren die Ozonwerte diesen Sommer sehr hoch.
In den höheren Lagen waren die Ozonwerte diesen Sommer sehr hoch.
Symbolbild, Keystone

Das heisse Wetter im Sommer 2015 hat sich auch in der Ostschweiz auf die Belastung der Luft mit dem Reizgas Ozon ausgewirkt. Die Messstationen registrierten deutlich mehr Überschreitungen des Ozon-Grenzwertes als in den letzten Jahren.

Zwischen Anfang Juni und Ende August 2015 prägten auf der Alpennordseite vier Hitzeperioden das Sommerwetter, wie die Luftqualitätsüberwachung der Ostschweizer Kantone, Ostluft, am Donnerstag mitteilte. Die Hitzeperioden wirkten sich auch unmittelbar auf die Qualität der Atemluft aus.

So wurde der maximal zulässige Stundenmittelwert von 120 Mikrogramm pro Kubikmeter Luft für Ozon an den meisten Stationen des Ostluft-Messnetzes um mindestens 50 Prozent übertroffen. Die Spitzenwerte um die 200 Mikrogramm pro Kubikmeter Luft hat man in Konstanz D sowie an nicht verkehrsnahen Stationen im Grossraum Zürich gemessen.

Hohe Werte in Höhenlagen

Auf der Stuelegg oberhalb von St. Gallen gab es wiederum am meisten Grenzwert-Überschreitungen. Der Wert des Vorjahres wurde dabei um fast das Dreifache übertroffen. Lang anhaltende Ozonbelastungen registrierte man ebenfalls auf der Lägern und bei der Höhenklinik in Wald ZH.

An verkehrsnahen und stark frequentierten Messstationen in Zürich, Opfikon, St. Gallen und Chur waren - im Vergleich zu den Höhenlagen und den nicht unmittelbar verkehrsexponierten Standorten - deutlich weniger Stunden mit Überschreitungen der Ozon-Grenzwerte zu verzeichnen.

Dafür gab es hier eine relativ hohe Luftbelastung mit Stickoxiden. Grund ist, dass sich das vor Ort gebildete Ozon mit den Verkehrsabgasen gleich wieder abbaut.

Die Ozon-Konzentrationen in der Ostschweiz lagen jedoch unter den Rekordwerten des Hitzesommers 2003. Gemäss Mitteilung wirken sich die bisher getroffenen Massnahmen positiv auf die Luftqualität in der Ostschweiz aus. Allerdings würden diese Massnahmen noch nicht genügen, heisst es weiter.

Ozon sei ein aggressives Reizgas, heisst es weiter. Vor allem bei Menschen mit chronischen Krankheiten verschlechterten sich deren Leiden bei starkem Sommersmog.

Ostluft ist die gemeinsame Luftqualitätsüberwachung der beiden Appenzell, Glarus, St. Gallen, Schaffhausen, Thurgau, Zürich, Teilen des Kantons Graubünden sowie des Fürstentums Liechtenstein. Das Messnetz umfasst 17 Stationen.

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