Winterthur

«Man wird bis in die Alpen sehen»

Das Technorama will seinen Park neu gestalten. Um unter anderem eine 17 Meter hohe Brücke zu bauen, sind 15,5 Millionen Franken nötig. Ein Interview mit Technorama-Direktor Thorsten Künnemann.

«Wir wollen für unsere Gäste langfristig attraktiv bleiben», sagt der Direktor des Technoramas Winterthur zur Neugestaltung des Aussenbereichs.

«Wir wollen für unsere Gäste langfristig attraktiv bleiben», sagt der Direktor des Technoramas Winterthur zur Neugestaltung des Aussenbereichs. Bild: Melanie Duchene

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Die Neugestaltung des Technorama-Parks wird voraussichtlich 15,5 Millionen Franken kosten. Technorama-Direktor Thorsten Künnemann ist trotz der hohen Summe zuversichtlich, das Geld auftreiben zu können. Nur wenn man immer wieder etwas Neues biete, bleibe das Technorama langfristig attraktiv.

Wie kommt man auf die Idee, im Technorama-Park eine riesige Brücke zu bauen?
Thorsten Künnemann: Diese Idee ist im Dialog mit dem SIA, dem Schweizerischen Ingenieur- und Architektenverein, entstanden. Der SIA hat uns im Jahr 2009 kontaktiert. Sie wollten mit uns zunächst über Exponate sprechen, die bei den Jugendlichen die Begeisterung für den Beruf des Ingenieurs wecken. Dann ist das Projekt aber gewachsen und gewachsen.

Die sogenannte «Wunderbrücke» wird 130 Meter lang und 17 Meter hoch. Sie wird das Technorama-Gebäude deutlich überragen.
Ja, das Technorama-Gebäude ist 12 Meter hoch. Die Brücke steigt von dieser Höhe in einem flachen Winkel an bis auf fast 17 Meter am einen Ende. Das ist so hoch wie ein kleiner Aussichtsturm. Bei schönem Wetter wird man sogar einen Teil der Alpen sehen. Da im Park viele der heutigen Bäume bestehen bleiben, wird die Brücke zudem ein Baumwipfelweg. Da wir die Baubewilligung nun eingeben, steht seit kurzem das Baugespann. Da werden die Dimensionen des Baus bereits erkennbar.

Das gesamte Projekt kostet 15,5 Millionen Franken. Woher nehmen Sie das Geld dafür?
Den Ausbau des Parks planen wir schon seit längerem. Das wollte man eigentlich schon 2002 machen, als der Eingangsbereich neu gestaltet wurde. Doch damals hat das Geld nicht gereicht. Die Parkinfrastruktur ist im Moment veraltet und erlaubt keine Erweiterungen.

Und jetzt ist das Geld für einen Ausbau da?
Nein, das Geld ist noch nicht da. Die Baueingabe ist für uns gleichzeitig der Startschuss für das Fundraising. Wir wollen die Finanzierung auf mehrere Beine stellen und auf mehrere Phasen verteilen: Wir werden bei der öffentlichen Hand, etwa beim Lotteriefonds, vorstellig werden und fragen Stiftungen, Firmen und Private an. Es wird auch eine Aktion geben, in der sich Kleinspender beteiligen können.

Und Sie sind zuversichtlich, dass so 15,5 Millionen zusammenkommen?
Das ist sicher eine grosse Herausforderung, gerade bei der aktuellen wirtschaftlichen Grosswetterlage. Aber ja, ich bin zuversichtlich. Für den Laboranbau haben wir auch knapp 10 Millionen Franken zusammengebracht. Solche Erweiterungsprojekte planen wir alle sechs bis sieben Jahre. Wir wollen für unsere Gäste langfristig attraktiv bleiben und Ihnen neue Erfahrungen bieten, die nur im Aussenbereich möglich sind. 2012 konnten wir die Labors einweihen, wenn jetzt alles gut läuft, werden Park und Wunderbrücke 2019 fertig. Mit der neuen Parklandschaft und den Wasserexponaten liefern wir viele gute Argumente, das Technorama auch bei gutem Wetter zu besuchen.

Ist auch eine Erhöhung des Eintrittspreises geplant?
Nein, nicht in Zusammenhang mit dem Parkausbau. Wir heben die Eintrittspreise alle paar Jahre an, aber jeweils nur um kleine Beträge.

Erstellt: 10.07.2015, 16:17 Uhr

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