Am liebsten im Bett

Die grosse Mehrheit unserer User liest Bücher noch immer auf Papier: Das ergab eine Tamedia-Online-Umfrage zum Leseverhalten.

Auf Papier und im Bett, so lesen die Tamedia-Userinnen und -User am liebsten.

Auf Papier und im Bett, so lesen die Tamedia-Userinnen und -User am liebsten. Bild: iStock

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6337, das ist eine stolze Zahl. Repräsentativ ist sie selbstverständlich nicht. Denn an unserer Umfrage hat teilgenommen, wer wollte, keine Gruppe, die nach Alter, Geschlecht, Bildung und Wohnort den Durchschnitt der Bevölkerung wiedergibt. Es waren mehr Frauen (57 Prozent) als Männer, und 78 Prozent befanden sich im besten Alter (41-80), offenbar auch im besten Lesealter.

Das Ergebnis legt vielmehr nahe: An der Umfrage haben vor allem Menschen teilgenommen, die gern lesen. 5481 von diesen 6337 gaben an, täglich oder wenigstens 2- bis 3-mal in der Woche in einem Buch zu lesen. Das sind 86,5 Prozent. In der gesamten Bevölkerung gibt es nach den Erfahrungen der Statistiker aber nur ein Drittel solcher regelmässigen Leser. Fast 59 Prozent unserer Teilnehmer lesen sogar täglich in einem Buch.

Online-User als Leseratten: Das ist erfreulich, lässt sich aber nicht verallgemeinern. Dasselbe trifft auf die Kauflust der Teilnehmer zu. 5106 gaben an, mindestens fünf Bücher pro Jahr zu kaufen, 3553, also 56 Prozent, sogar mehr als zehn. Wenn das in der gesamten Deutschschweizer Bevölkerung so wäre, könnten unsere Buchhandlungen ein ganzjähriges Weihnachtsgeschäft feiern.

Dennoch sind viele Ergebnisse unserer Umfrage aufschlussreich. Die grosse Mehrheit der Teilnehmer (5517) liest auf Papier, eine ansehnliche Zahl, nämlich 2616, auf einem Reader (das sind 41 Prozent, wobei Mehrfachnennungen möglich waren). Handy-Lektüre ist dagegen Sache einer kleinen Minderheit.

Die Buchhandlung ist der Ort, wo die meisten ihr Lesefutter finden, ein nicht geringer Anteil auch im Internet und, man höre und staune, durch Rezensionen. Das Bett wiederum ist der Ort, wo die Bücher am liebsten verschlungen werden: 2819 Nennungen. Das Bett schlägt damit das Sofa (1853), den Sessel (951), Bus und Bahn (364) und den Schreibtisch (221). Immerhin 66 nannten die Badewanne als Ort der höchsten Leselust.

In einem Buch kann man vielerlei suchen und finden. Bei der Mehrheit (4441) war es «Unterhaltung», es folgten die Motive «Information» (3661), «Anregung» (3620) und «Spannung» (3347), auch hier konnten mehrere Motive genannt werden. Bei der bevorzugten Lektüre nannten die meisten, nämlich 3945, «anspruchsvolle Literatur», das sind zwei Drittel, knapp dahinter folgen der Krimi (3761) und das Sachbuch (3733).

Erstellt: 14.02.2019, 20:24 Uhr

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