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Krankfeiern ist leicht — und doch anstrengend

Gemütlich im Bett liegen bleiben, anstatt zur Arbeit zu gehen. Mit diesem Gedanken hat wohl schon so mancher gespielt. Reicht schludrige Kleidung und ungekämmtes Haar, um ein Arztzeugnis zu erschleichen? Ein Selbstversuch.

Das Leben geniessen und ein paar Tage ausspannen tönt verlockend. Wer länger als drei Tage schwänzt, muss allerdings den Gang zum Arzt wagen.
Das Leben geniessen und ein paar Tage ausspannen tönt verlockend. Wer länger als drei Tage schwänzt, muss allerdings den Gang zum Arzt wagen.
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Es ist nicht wirklich eine böse Tat, aber sicher eine egoistische: krankfeiern, blaumachen, schwänzen. Die freien Tage geniessen, während die Arbeitskollegen schuften. Bis jetzt habe ich es beim Gedanken belassen, für die Sommerserie «Gut sein – Böse sein» mache ich den Test: Kann ich als gesunder Mensch eine Krankschreibung erschleichen?Schon der erste Schritt, der Anruf bei der Arbeitsstelle, ist mir unangenehm. Als Arbeitnehmerin bin ich aber dazu verpflichtet. Tipps dazu finde ich im Internet, wo es Seiten gibt, die sich der Kunst des Schwänzens widmen. Dort finde ich Hinweise darauf, wie ich am Telefon möglichstauthentisch klinge. Kurz nach dem Aufwachen soll man anrufen, dann sei die Stimme noch ein wenig belegt. Wer noch eins drauflegen will: 10 Sekunden ins Kissen schreien lässt die Stimme heiser klingen. Ich versuche es. Die Kollegen auf der Redaktion schöpfen keinen Verdacht, sondern wünschen mir gute Besserung. Der erste Teil ist geschafft.

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