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Krankenkassenprämien steigen um bis zu 4 Prozent

Die Krankenkassenprämien steigen im Kanton Zürich durchschnittlich um 3,7 Prozent bei den Erwachsenen und um je 4 Prozent bei Kindern und jungen Erwachsenen.

Und wieder steigen die Krankenkassenprämien - der Kanton Zürich liegt ein bisschen unter dem Schweizer Schnitt.

Damit liegt der Kanton Zürich bei allen drei Gruppen unter dem durchschnittlichen Anstieg der Prämien. Erwachsene ab 26 Jahren bezahlen 458.60 Franken - im Schnitt 16.50 Franken mehr gegenüber dem Vorjahr. Das entspricht 3,7 Prozent und liegt 0,3 Prozent unter dem landesweiten Prämienanstieg.

Junge Zürcher Erwachsene bezahlen mit 421.70 Franken ein Mehr von 16.10 Franken gegenüber 2017. Das entspricht 4 Prozent und liegt 0,4 Prozent unter dem nationalen Durchschnitt. Die Krankenkassenprämien von Kindern bis 18 Jahren steigen um 4 Prozent (CH: 5 Prozent) oder um 4.20 Franken bei einer durchschnittlichen Prämie von neu 110.50 Franken

Berechnungsgrundlage für die Zahlen des Bundesamts für Gesundheit ist die obligatorische Krankenpflegeversicherung mit Unfallversicherung.

Einwohner sollen kostenbewusst sein

Die Prämien im Kanton Zürich steigen unterdurchschnittlich. Der Zürcher Regierungsrat appelliert an das kostenbewusste Verhalten der Bürgerinnen und Bürger und führt zwei Massnahmen ein, um Ausgaben im Gesundheitsbereich zu senken.

Die Reaktion des Zürcher Regierungsrats auf die Krankenkassenprämien 2018 ist besonnen. Im Vergleich zu anderen Kantonen, in denen Universitätsspitäler angesiedelt sind, fällt der Prämienanstieg im Kanton Zürich wieder einmal tiefer aus. Dasselbe gilt im Vergleich mit anderen städtisch geprägten Kantonen, wie der Regierungsrat in einer Mitteilung vom Donnerstag schreibt. Trotzdem stelle das jährliche Prämienwachstum eine Herausforderung dar für die Bevölkerung und die Politik.

Der Regierungsrat begegnet dem mit Massnahmen zur Kostenreduktion im Gesundheitswesen. 2018 werden zwei Projekte umgesetzt: Eine neue Triagestelle und das Prinzip «ambulant vor stationär».

Die Triagestelle steht unter ärztlicher Leitung, sie deckt das ganze Kantonsgebiet ab. Wer dort anruft, wird medizinisch beraten und wenn nötig an einen geeigneten Behandlungsort verwiesen. Die Triagestelle soll Fehlbehandlungen verhindern oder den vorschnellen Gang in die Notaufnahme eines Spitals ersetzen. Die Behandlung dort ist teuer und dauert oft lange.

Im Rahmen von «Ambulant vor stationär» werden einzelne Behandlungen vom stationären in den ambulanten Bereich verlagert. Die Patienten bleiben also nicht über Nacht im Spital. Durch die ambulante Behandlung sinken die Kosten.

(SDA)

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