Zum Hauptinhalt springen

«Köppel soll in den Ständerat»

SVP-Mann Roger Köppel wurde gestern von den Zürchern in den Nationalrat gewählt. Nun soll der Politik-Neuling im zweiten Wahlgang für den Ständerat antreten, fordert Parteikollegin Natalie Rickli.

Roger Köppel (SVP) ging gestern bei den Nationalratswahlen als strahlender Sieger hervor.
Roger Köppel (SVP) ging gestern bei den Nationalratswahlen als strahlender Sieger hervor.
Keystone

Grosse Überraschung bei den Nationalratswahlen: Politik-Neuling Roger Köppel ist an allen SVP-lern vorbeigezogen. Er wurde mit 178'090 Stimmen gewählt und schaffte den Sprung an die Spitze vom Listenplatz 17 aus. Mit der Unterstützung, die der «Weltwoche»-Chef vom Zürcher Stimmvolk erfuhr, ist für Parteikollegin Natalie Rickli klar: Roger Köppel muss im zweiten Wahlgang für den Ständerat antreten.

«Ich kann mir gut vorstellen, dass Roger Köppel diesen Ständeratssitz holen könnte», sagt Rickli im Interview mit dem «Blick». Mit SP-Mann Daniel Jositsch als bereits gesetztem Zürcher Ständerat sei die Ausgangslage für die SVP aber schwieriger geworden. Für Köppel selbst scheint dies – zumindest bisher – kein Thema zu sein. Wie er auf Rückfrage des «Tagesanzeigers» versichert: «Ich konzentriere mich auf mein Mandat als Nationalrat. Dieser Rucksack ist schwer genug.» Nach Jositsch mit 182'776 Stimmen hat der FDPler Ruedi Noser mit 148'558 Stimmen gestern das beste Ergebnis erzielt. Hans-Ueli Vogt (SVP) ist auf 123'144 Stimmen gekommen.

SVP und FDP wollen morgen Abend entscheiden

Heute Morgen gaben nun die SVP und FDP bekannt, dass sie morgen Dienstagabend über das weitere Vorgehen bei den Ständeratswahlen entscheiden werden. Theoretisch ist es auch möglich, dass die Parteien für den Wahlgang für den 22. November einen völlig neuen Kandidaten präsentieren. Die SVP wolle verschiedene Möglichkeiten besprechen, sagte Ständeratskandidat Hans-Ueli Vogt am Montag gegenüber der sda. Er gehe davon aus, dass die SVP auch im zweiten Wahlgang antrete.

Auch die FDP will am Dienstagabend besprechen, wie sie beim zweiten Wahlgang vorgehen will, wie Kantonalpräsident Beat Walti auf Anfrage sagte.

Bäumle gibt auf

Bereits heute Montag werden die Grünen entscheiden, ob sie noch einmal ins Rennen gehen. Ihr Aushängeschild Bastien Girod erreichte am Sonntag den vierten Platz und landete damit überraschend einen Platz vor GLP-Kandidat Martin Bäumle. Dieser gab bereits am Sonntagabend bekannt, dass er beim zweiten Wahlgang nicht mehr antritt.

Ob CVP und EVP mit ihren Kandidatinnen Barbara Schmid-Federer und Maja Ingold noch einmal antreten oder wen sie beim zweiten Wahlgang unterstützen, ist noch unklar. Die beiden Frauen landeten am Sonntag abgeschlagen auf den Plätzen sechs und sieben.

Dieser Artikel wurde automatisch aus unserem alten Redaktionssystem auf unsere neue Website importiert. Falls Sie auf Darstellungsfehler stossen, bitten wir um Verständnis und einen Hinweis: community-feedback@tamedia.ch