Rapperswil-Jona

Kinderzoo plant neue Seelöwen-Anlage

Der Kinderzoo in Rapperswil-Jona steht vor einem nächsten grossen Bauprojekt. Im Ersatzneubau für das Otarium sollen künftig nicht nur Seelöwen-Shows zu sehen sein, sondern Events diverser Art stattfinden.

Neues Gebäude, neue Nutzungen: Im Otarium im Rapperswiler Kinderzoo sollen künftig nicht nur Seelöwen auftreten.

Neues Gebäude, neue Nutzungen: Im Otarium im Rapperswiler Kinderzoo sollen künftig nicht nur Seelöwen auftreten. Bild: Archiv/PD

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Mit der Himmapan-Lodge fasste Knies Kinderzoo 2015 in der Eventgastronomie Fuss. Nun folgt ein weiterer Schritt in diese Richtung. So soll das geplante neue Otarium nicht nur für Seelöwen-Shows dienen, sondern für Anlässe diverser Art. Dies zeigen unveröffentlichte Baupläne, die der «Linth-Zeitung» vorliegen. Demnach soll der Ersatzneubau auch für Konzerte, Bankette, Galadiners oder Workshops nutzbar sein. Am 12. November wurden die Anwohner des Südquartiers über das Projekt informiert.

Thomas Furrer, Bauchef von Rapperswil-Jona, bestätigt derweil den Eingang des Baugesuchs. Publiziert werde es nach gewissen Anpassungen voraussichtlich im Januar. Franco Knie senior bestätigt nur, dass sich das Projekt in der «Entwicklungsphase» befinde. Der Verwaltungsrat habe es noch nicht abgesegnet.

Glänzende Fassade …

Gemäss den Bauplänen und den Informationen des Südquartiervereins soll bereits im Herbst 2019 mit dem Bau begonnen werden. Geplant ist ein Gebäude, das vom Umfang her dem heutigen Otarium entspricht. Unklar ist, ob es höher wird. Auf den Bauplänen «Ersatzneubau Otarium/Seelöwen 2020», die auf Juli 2018 datiert sind, ist eine Art Turm von über 20 Metern Höhe vorgesehen. Dieser ist markant und im Abschluss diagonal. Zudem ist die Oberfläche des Turms auf diesem Plan auffällig glänzend. «Als würde ein Riese ein Taschentuch hochheben» – so habe Knie den Bau an der Informationsveranstaltung für das Südquartier beschrieben, sagt Esther Sprecher vom Südquartierverein.

… soll sich noch ändern

Franco Knie senior bestätigt, dass der Anlass stattgefunden hat. «Uns ist wichtig, dass das Quartier aus erster Hand informiert wird.» Bei allen Neuerungen im Kinderzoo würden die Anwohner immer als Erste einbezogen. Als ehemaliges Kind des Südquartiers habe er ohnehin ein spezielles Verhältnis zu diesem Stadtteil, sagt Knie.

Wie das Gebäude äusserlich dereinst aussehen werde, wüssten sie noch nicht, hält Knie fest. Die Oberfläche werde aber sicher matt und nicht glänzend, wie im Dossier vom 18. Juli abgebildet. Der Grund: Man wolle «das Umfeld respektieren» und stehe deshalb auch mit der Vogelwarte Sempach in Kontakt. Knie betont: «Wir möchten uns definitiv nicht in Richtung Vergnügungspark entwickeln.» Der Neubau werde «viel weniger markant» als der jetzige Bau.

Zu einer anderen Einschätzung gelangt Bauchef Thomas Furrer. Er bezeichnet den Neubau als «mutigen, innovativen Entwurf», der sich zu einem «must see and be» in der Stadt entwickeln könnte. Obwohl sich der Kinderzoo nicht in einer Naturschutz-, sondern lediglich in einer Intensiverholungszone befinde, habe sich die Stadtbildkommission mit dem Projekt befasst und es «sehr positiv kommentiert», sagt Furrer.

Delfinshow in den Siebzigerjahren, hier mit noch ungedecktem Pool. Bild: Keystone

Angst vor Lärmemissionen

Aussehen und Form des Gebäudes seien kaum Thema gewesen an der Informationsveranstaltung des Südquartiervereins, hält derweil Esther Sprecher fest. Grundsätzlich sei das Projekt positiv aufgenommen worden. Bedenken hätten die Anwohner wegen der Bauarbeiten geäussert. Für noch mehr Fragen habe die künftige Nutzung des Ersatzneubaus gesorgt. Neu soll der – je nach Bestuhlung – 140 bis knapp 400 Personen fassende Bau auch im Winter und am Abend «belebt» werden. «Wenn am Abend im Otarium Anlässe stattfinden, hört man halt Gespräche oder auch mal Gelächter», hält Anwohnerin Sprecher fest. Knie habe jedoch versprochen, keine regelmässigen Events zu planen, welche allabendlich stattfinden. «Offenbar ist geplant, in unregelmässigen Abständen Anlässe durchzuführen», sagt Sprecher. Während das heutige Gebäude offen ist, soll der Neubau durch Fenster und Wände schalldicht verschlossen sein.

Auch der geplante Zugang zum Gebäude habe für Fragen gesorgt, erzählt Esther Sprecher. «Den Anwohnern ist es ein Anliegen, dass der Zugang über den Zoo erfolgt und damit weiter weg von den nächsten Häusern ist.» Damit solle sichergestellt werden, dass Besucher nicht fast durch die Gärten der Anwohner auf das Gelände gelangten.

Andere Klientel erschliessen

Mit der geplanten Mehrfachnutzung des Otariums verstärkt Knie sein Engagement im Eventbereich. Den Anfang dieser Entwicklung machte das Thai-Restaurant «Himmapan Lodge», das zwar zum gleichzeitig neu konzipierten Elefantenpark gehört, aber auch ausserhalb der Öffnungszeiten des Zoos Gäste empfängt. Mit der seit Anfang 2015 offenen Lodge spricht der Kinderzoo eine neue Klientel an. Dem Vernehmen nach soll das asiatische Restaurant sehr gut laufen. (Zürichsee-Zeitung)

Erstellt: 05.12.2018, 12:51 Uhr

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