Zum Hauptinhalt springen

Keine Gefährdung durch Moschee in Embrach

Der Regierungsrat hält fest: Es gibt keine Hinweise, dass in der Salafistischen Moschee in Embrach eine radikale Gesinnung gelehrt wird.

Kein Treffpunkt von Radikalen und keine Gefährdung der öffentlichen Sicherheit: die Moschee in Embrach.
Kein Treffpunkt von Radikalen und keine Gefährdung der öffentlichen Sicherheit: die Moschee in Embrach.
Sibylle Meier

Der Regierungsrat hat heute eine Antwort auf eine Anfrage aus dem Kantonsrat bezüglich der Moschee in Embrach veröffentlicht. Darin schreibt er, dass es weder Hinweise auf die Lehre einer radikalen Gesinnung noch eine Gefährdung der öffentlichen Sicherheit durch die Moschee gebe.

Die Entwarnung durch den Regierungsrat basiert auf verschiedenen Gesprächen mit dem Islamischen Kulturverein Embrach (IKVE), dem Betreiber der Moschee. Die Gemeindebehörden und die zuständigen Stellen der Kantonspolizei stünden in engem Kontakt mit dem IKVE, schreibt der Regierungsrat auf die Anfrage der EDU-Kantonsräte Hans Egli aus Steinmaur, Michael Welz aus Oberembrach und Erich Vontobel aus Bubikon.

Die EDU hatte sich besorgt gezeigt, nachdem kürzlich durch verschiedene Medienberichte bekannt geworden war, dass zwei Jugendliche aus Winterthur sich in Syrien der Terrormiliz Islamischer Staat (IS) angeschlossen hatten. Die beiden sollen davor jahrelang in der Moschee in Embrach verkehrt haben.

Verein distanziert sich von Anwerbeversuchen für den heiligen Krieg

Die IKVE- Verantwortlichen hatten daraufhin in einer Stellungnahme erklärt, dass die zwei Jugendlichen von der Moschee weggewiesen worden seien, nachdem ihre radikale Einstellung bekannt geworden war. Gemäss Regierungsrat liegen denn auch keine Anzeichen für eine vom Islamischen Kulturverein ausgehenden Gefährdung der öffentlichen Sicherheit vor.

In seiner Antwort schreibt er, dass sich der Verein ausdrücklich von Anwerbeversuchen für den heiligen Krieg, der IS sowie von jeglicher Form des Terrorismus distanziere. Bezüglich der Moschee in Embrach habe die Zürcher Staatsanwaltschaft auch keine Kenntnis von strafbaren Handlungen.

Der Regierungsrat weist darauf hin, dass mit der Fachstelle Brückenbauer bei der Kantonspolizei die Voraussetzungen geschaffen worden seien, um die Vernetzung und Verständigung zwischen der Polizei und den im Kanton wohnhaften Angehörigen fremder Kulturen und deren Organisationen zu fördern.

SDA/ori

Dieser Artikel wurde automatisch aus unserem alten Redaktionssystem auf unsere neue Website importiert. Falls Sie auf Darstellungsfehler stossen, bitten wir um Verständnis und einen Hinweis: community-feedback@tamedia.ch