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Kantonale Lehrlinge sollen Französisch lernen

Die KV-Lehrlinge des Kantons Zürich reisen künftig nicht mehr nach England, sondern nach Frankreich in den Sprachaufenthalt.

Die Lehrlinge der kantonalen Verwaltung können oftmals nur «mässig» gut Französisch. Regierungsrat Ernst Stocker (SVP) will sie deshalb nach Frankreich schicken.
Die Lehrlinge der kantonalen Verwaltung können oftmals nur «mässig» gut Französisch. Regierungsrat Ernst Stocker (SVP) will sie deshalb nach Frankreich schicken.
Keystone

Die bei der Zürcher Kantonsverwaltung angestellten KV-Lehrlinge werden ab nächstem Jahr ihren zweiwöchigen Sprachaufenthalt in Frankreich absolvieren. Bisher reisten sie jeweils nach England. Grund sind die schlechteren Sprachkenntnisse der Lernenden in Französisch.

Der Kanton Zürich sei mit rund 1000 Lehrstellen einer der grössten Lehrbetriebe der Region und wolle dies auch bleiben, sagte Finanzdirektor Ernst Stocker (SVP) am Freitag auf einem «Sommerspaziergang» mit Medienvertretern zur Kyburg.

Nie werde jemand nach der Lehre in die Jugendarbeitslosigkeit entlassen, fügte «Lehrlingsvater» Markus Sager an, der laut Stocker die Betreuung seines letzten KV-Lehrlings-Jahrgangs übernimmt, bevor er in einem Jahr in Pension geht.

Anfang Juni finden jeweils die Lehrabschlussprüfungen statt. Die Lernenden im 1. Lehrjahr, die noch keine Prüfung schreiben müssen, werden in dieser Zeit in den Sprachaufenthalt geschickt. In den letzten Jahren lernten die jungen Leute jeweils in Bournemouth Englisch. Neu werden die KV-Stifte ihr Französisch in Frankreich aufbessern können.

Französisch sei für viele in der Schule ein «Problemfach». Die Französisch-Kenntnisse seien auch oft «mässig bis sehr mässig», wie Sager erläuterte. Englisch reden und schreiben könnten die Jugendlichen dagegen in der Regel bedeutend besser.

Wo die Sprachkurse in Frankreich stattfinden werden, ist noch offen. Sager hofft, mit den Reisen ins westliche Nachbarland bei den jungen Leuten die Freude an der französischen Sprache wecken zu können.

Personal arbeitsmarktfähig halten

Regierungsrat Stocker ist die Weiterbildung des Personals grundsätzlich ein grosses Anliegen. Sein Credo als «oberster Personalchef» sei es, die eigenen Angestellten durch gute Weiterbildung arbeitsmarktfähig zu halten, und nicht nur nach neuen Leuten zu rufen.

Im letzten Jahr führte der Kanton Zürich 191 Kurse und Seminare durch, an denen 2636 Teilnehmende 5465 Kurstage absolvierten.

SDA/mst

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