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Kanton wappnet sich für Kampf gegen fremde Pflanzen

Sie richten Schäden an und können die Gesundheit gefährden: Der Kanton Zürich will gegen fremde Tiere und Pflanzen, die sich auf Kosten der einheimischen Arten stark verbreiten, «rechtzeitig, koordiniert und entschlossen» vorgehen.

Dank gezielter Massnahmen hat etwa der Bestand der Ambrosia im Kanton Zürich deutlich abgenommen.
Dank gezielter Massnahmen hat etwa der Bestand der Ambrosia im Kanton Zürich deutlich abgenommen.
Keystone

Einige Tier- und Pflanzenarten, die ursprünglich nicht hier heimisch sind, breiten sich bei uns stark aus und richten erheblichen Schaden an. «Gehen Kanton, Gemeinden und Private rechtzeitig, koordiniert und entschlossen vor, lassen sich solche Schäden vermeiden oder in Grenzen halten», teilt der Kanton Zürich mit. Die Baudirektion hat einen neuen Massnahmenplan erarbeitet und erprobt zwei neue Ansätze.

Die meisten gebietsfremden Arten sind zwar unproblematisch, hält die Baudirektion in einer Mitteilung vom Donnerstag fest. Doch einige würden sich mangels natürlicher Konkurrenten rasch ausbreiten. «Die Folgen werden oft unterschätzt.» So könnten die so genannten «invasiven Neobiota» die Gesundheit von Menschen und Haustieren beeinträchtigen, mit ihren Wurzeln erhebliche Schäden an Brücken und Strassen anrichten und bedrohte einheimische Arten verdrängen.

Liste der Problem-Arten wird länger

In zwei Fällen haben Kanton und Gemeinden erfolgreich gewirkt: «Dank der Gegenmassnahmen haben die Bestände von Riesenbärenklau oder Ambrosia mittlerweile deutlich abgenommen.» Die gesundheitlichen Gefahren hätten weitgehend eliminiert werden können.

Doch die Liste der Problemtiere und -pflanzen sei lang. Und sie werde durch den weltweiten Handel und Reisetätigkeit immer länger, warnt die Baudirektion. Sie zählt unter anderem das einjährige Berufkraut, den Götterbaum und das Schmalblättrige Greiskraut auf.

Mit einem gemeinsamen Handeln von betroffenen Private, Unternehmen und der öffentlichen Hand könnten Schäden erfolgreich vermieden und die Kosten langfristige gesenkt werden, zeigt sich die Baudirektion überzeugt. Sie hat ihren «Massnahmenplan invasive gebietsfremde Organismen» für die Jahre 2018-2021 aktualisiert.

Einzelmassnahmen und zwei Versuche

Dabei setzt sie einerseits auf Einzelmassnahmen, die ständig optimiert werden. Andererseits erprobt sie in der noch jungen Disziplin des Neobiota-Managements zwei neue Ansätze.

In der «Neobiota-Freihaltezone Pfäffikersee» testet der Kanton neue Methoden gegen die Verbreitung von invasiven Fischen, Krebsen, Muscheln und anderen Wasserorganismen. Ziel sei es, den bis anhin kaum betroffenen See weiterhin frei von gebietsfremden Arten zu halten und Erkenntnisse zum Schutz anderer Gewässer zu erhalten.

Im Rahmen des Projekts «Gemeinsam gegen Neophyten» im Reppischtal erprobt der Kanton ein entschlossenes, koordiniertes Vorgehen aller Akteure über mehrere Jahre hinweg. Das Reppischtal ist gemäss Mitteilung als Testgebiet besonders geeignet, weil es als Geländekammer klar vom Umland abgegrenzt ist.

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