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Kanton soll über 700 Mio. an ZVV zahlen

711,6 Millionen Franken soll der Kanton Zürich in den Jahren 2016 und 2017 an den Zürcher Verkehrsverbund (ZVV) zahlen. Die ZVV-Fahrgäste müssen zudem mit teureren Tickets für 2017 rechnen.

Die ZVV-Kunden müssen 2017 mit einer Tariferhöhung rechnen. Wie diese aussehen wird, ist aber noch unklar.
Die ZVV-Kunden müssen 2017 mit einer Tariferhöhung rechnen. Wie diese aussehen wird, ist aber noch unklar.
Archiv Manuela Matt

Das ZVV-Defizit bleibe in den nächsten zwei Jahren stabil, teilte der Regierungsrat am Donnerstag mit. So liegt die Kostenunterdeckung für das Jahr 2016 bei 352,8 Millionen Franken, für das Jahr 2017 bei 358,8 Millionen Franken.

Insgesamt beantragt der Regierungsrat dem Kantonsrat für die Jahre 2016/2017 einen Rahmenkredit von 711,6 Millionen Franken. Das sind 26,2 Millionen Franken weniger als für die laufende Fahrplanperiode 2014/2015.

Der Rahmenkredit deckt diejenigen Kosten des ÖV im Kanton Zürich, die nicht durch Einnahmen gedeckt werden. Das Geld kommt je zur Hälfte von den Gemeinden und vom Kanton.

Preisanpassung von 2,5 Prozent

Damit die Kostenunterdeckung auch im Jahr 2017 praktisch auf dem Vorjahresniveau gehalten wird, müssen die Tarife erhöht werden. Berücksichtigt ist im Rahmenkreditantrag eine Preisanpassung von 2,5 Prozent. Wie diese genau ausgestalten wird, ist aber gemäss ZVV-Sprecherin Anna Steger noch unklar. Keine Tariferhöhung ist hingegen für den Fahrplanwechsel im Dezember 2015 geplant.

Weiter unterbreitet der Regierungsrat dem Kantonsrat die mittel- und langfristige Strategie 2018-2021 des ZVV. Beim Verkehrsangebot stehen in den nächsten Jahren die Fertigstellung der 4. Teilergänzungen der S-Bahn und die Limmattalbahn im Zentrum.

Bis Ende 2018 soll die dritte und letzte Etappe der 4. Teilergänzungen fertiggestellt werden. Bereits im Dezember 2015 erfolgt die Umsetzung der zweiten Etappe.

Zeitgleich werden die Brückenbauwerke der Durchmesserlinie in Betrieb genommen. Damit verbunden ist der umfangreichste und anspruchsvollste Fahrplanwechsel in der Geschichte des ZVV.

SDA/mst

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