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Kanton, Jucker Farm und Gemeinde auf Lösungssuche

Weil die verheerende Parkplatzsituation in Seegräben an schönen Tagen und Feiertagen immer wieder zu Problemen zwischen der Gemeinde und der Jucker Farm geführt hat, will man nun in Zusammenarbeit mit dem Kanton Lösungen erarbeiten.

Jucker Farm in Seegräben lockt immer wieder zahlreiche Besucher an. Das Problem: Der Gemeindeparkplatz ist durch den Andrang regelmässig überbelastet.
Jucker Farm in Seegräben lockt immer wieder zahlreiche Besucher an. Das Problem: Der Gemeindeparkplatz ist durch den Andrang regelmässig überbelastet.
Keystone

Die Gemeinde Seegräben ist mit ihrer Lage am Pfäffikersee und dem Erlebnisbauernhof Jucker Farm ein beliebtes Ausflugsziel. Dadurch herrsche vor allem an schönen Wochenenden und Ferientagen ein starker Ausflugsverkehr im Dorf. Kanton, Gemeinde und Juckerhof haben deshalb gemäss einer Mitteilung des Regierungsrats den Prozess «Zukunftswerkstatt Seegräben – Juckerhof» ins Leben gerufen. Ziel ist, dass alle Beteiligten einen gemeinsamen Nenner finden, wie sich Seegräben und sein Ausflugsverkehr in Zukunft entwickeln sollen.

Der Gemeindeparkplatz mit 110 Parkplätzen sei zu diesen Spitzenzeiten regelmässig überlastet. Das Angebot von Parkplätzen im Aatal, die zu Fuss in 15 Minuten erreichbar sind, werde kaum benutzt. Viele Besucher parkieren ihre Fahrzeuge unerlaubt auf Privatgrundstücken, entlang von Strassen oder auf Feldwegen. Nur wenige Besucher reisen mit der S-Bahn bis ins Aathal an – trotz temporär verfügbarem Pendelbus nach Seegräben.

Amt für Raumentwicklung moderiert den Prozess

Ausgelöst durch diese vor allem für die Gemeinde problematische Situation wurde der Prozess «Zukunftswerkstatt Seegräben – Juckerhof» ins Leben gerufen. Die «Zukunftswerkstatt» wird von der Gemeinde Seegräben, dem Juckerhof und dem Kanton Zürich getragen. Das kantonale Amt für Raumentwicklung moderiert den Prozess und nimmt eine unterstützende Rolle ein.

Ziel ist, dass alle Beteiligten einen gemeinsamen Nenner finden, wie sich Seegräben und sein Ausflugsverkehr in Zukunft entwickeln sollen. Auf dieser Basis sollen Massnahmen erarbeitet werden, um die spezifische Verkehrssituation in der Gemeinde zu verbessern. Die Thematik sei dabei im räumlichen Zusammenhang des gesamten Erholungsraums Pfäffikersee zu betrachten, heisst es in der Mitteilung weiter. Die Ergebnisse sollen im Grundsatz auch auf andere Hot Spots der Erholung im Kanton mit einer ähnlichen Ausgangslage übertragen werden können.

Breite Befragung startet im Mai

Weil zurzeit Grundlagendaten fehlen, um konkrete Lösungsmöglichkeiten zur Verbesserung der Verkehrssituation in Seegräben erarbeiten zu können, wurde beim Institut für Raumentwicklung der Hochschule Rapperswil eine breite Befragung von Besuchern des Pfäffikersees und des Juckerhofs in Auftrag gegeben. An mehreren Tagen im Verlauf dieses Jahres werden beim Gemeindeparkplatz und auf dem Rundweg um den Pfäffikersee Personen nach den Motiven ihres Besuchs und nach ihrer Verkehrsmittelwahl für die Anreise befragt. Die ersten Befragungen finden im Mai statt.

Die Verkehrsproblematik ist eines von drei Themenfeldern, das gegenwärtig im Zusammenhang mit der Jucker Farm in Seegräben bearbeitet wird. Die Gemeinde hat die Bestimmungen des kantonalen Gestaltungsplans «Schuepis-Seehalden» mit dem Ist-Zustand auf dem Juckerhof verglichen und wenige erforderliche Anpassungen bei Jucker Farm eingefordert. Zudem sei die Gemeinde gewillt, die im letzten September von der Gemeindeversammlung angenommene «Verordnung über grosse Veranstaltungen in Seegräben» umzusetzen, und sei diesbezüglich mit dem Juckerhof in engem Kontakt. Anders als bei der Verkehrsthematik ist für den Vollzug von Gestaltungsplan und Polizeirecht ausschliesslich die Gemeinde zuständig.

ZOL/ori

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