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Justizskandal im Fall Rudolf Elmer

Im Fall um den in Rorbas lebenden Ex-Banker Rudolf Elmer sind Beweise aufgetaucht, welche den Whistleblower entlasten. Die Staatsanwaltschaft hat die Dokumente seit 2009 zurückgehalten.

Andreas Frei
Der in Rorbas lebende Ex-Banker Rudolf Elmer kann nach den jüngsten Erkenntnissen auf einen Freispruch hoffen.
Der in Rorbas lebende Ex-Banker Rudolf Elmer kann nach den jüngsten Erkenntnissen auf einen Freispruch hoffen.
Keystone

Es ist ein Justizskandal, der die Steuerzahler teuer zu stehen kommen könnte. Die «SonntagsZeitung» hat in ihrer aktuellen Ausgabe aufgedeckt, dass die Staatsanwaltschaft im Fall Rudolf Elmer jahrelang entlastende Dokumente zurückgehalten hat.

Der heute in Rorbas lebende Rudolf Elmer ist als Whistleblower bekannt geworden, nachdem er bei der Bank Julius Baer auf den Cayman Islands vertrauliche Kundendaten von Steuersündern mitgenommen und den Steuerbehörden, Medien sowie der Enthüllungsplattform WikiLeaks überreicht hatte. Elmer wurde 2005 verhaftet und seither zweimal wegen der Verletzung des Schweizer Bankgeheimnisses verurteilt. Er bestritt stets, dass er während seiner Anstellung für die Bank auf den Cayman Islands einen Schweizer Vertrag hatte. Ohne diesen wäre eine Verurteilung wegen Bankgeheimnisverletzung aber gar nicht erst möglich.

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