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Jugendanwalt eröffnet Verfahren wegen Schussabgabe

Gegen die beiden Jugendlichen, die letzte Woche in den Schiessvorfall in Kyburg involviert waren, ist ein Strafverfahren eröffnet worden. Das 16-jährige Opfer ist ausser Lebensgefahr.

Hier passierte der Vorfall: Im Weiler Brünggen bei Kyburg.
Hier passierte der Vorfall: Im Weiler Brünggen bei Kyburg.
Marc Dahinden

Gegen die beiden 16- und 17-jährigen Jugendlichen, die letzten Dienstagabend in einen Vorfall mit einer Pistole verwickelt waren, wird ein Strafverfahren eröffnet. Dies teilt die Jugendanwaltschaft See/Oberland heute in einem Communiqué mit. Mittlerweile ist klar, dass das Opfer, ein mittlerweile ebenfalls 16-Jähriger, die Pistole nicht selbst in der Hand hatte, als sich der Schuss löste. Im Verlauf der bisherigen Untersuchungen hat sich laut Auskunft des leitenden Jugendanwalts herausgestellt, dass sein 16-jähriger Kollege, der später verhaftet wurde, mit der Waffe hantierte. Es liege aber kein Hinweis vor, dass der Jugendliche mit direktem Vorsatz gehandelt habe. Die Unfallthese steht weiter im Vordergrund.

Weiter gab die Jugendanwaltschaft heute mehr Details zur Verletzungsart des Opfers bekannt. Demnach wurde der 16-Jährige, der am letzten Dienstagabend im Haus in Brünggen (Kyburg) zu Besuch war, vom Schuss am Hals getroffen und schwer verletzt. Nach der Erstversorgung vor Ort musste er mit der Rega ins Spital geflogen werden. Mittlerweile befinde er sich nicht mehr in unmittelbarer Lebensgefahr, ist aber nach wie vor in Spitalpflege. Ob er wegen des Vorfalls weitere gesundheitliche Auswirkungen zu befürchten hat, könnte derzeit noch nicht abgeschätzt werden.

Jugendliche wieder auf freiem Fuss

Die beiden Jugendlichen befinden sich mittlerweile wieder auf freiem Fuss. Trotzdem dürfte es laut dem leitenden Jugendanwalt voraussichtlich zu einer Anklage kommen und mit grosser Wahrscheinlichkeit auch zu einem Gerichtsverfahren. Noch offen ist aber, für welchen Tatbestand. Dieser kann von fahrlässiger schwerer Körperverletzung bis hin zu vorsätzlicher schwerer Körperverletzung respektive versuchter Tötung reichen. Diesbezüglich laufen zum genauen Hergang der Schussabgabe nach wie vor Ermittlungen.

Laut dem Jugendanwalt ist mittlerweile aber klar, dass die Waffe aus dem näheren Umfeld des 16-Jährigen stammt, bei dem sich schliesslich der Schuss gelöst hat. Ob die Eltern allenfalls die Aufbewahrungspflicht für Waffen verletzt haben und ebenfalls mit einer Anklage rechnen müssen, klärt die Jugendanwaltschaft noch ab. Die Ermittlungen diesbezüglich seien noch im Gang.

Der leitende Jugendanwalt rechnet damit, dass die Untersuchungen in rund vier Wochen abgeschlossen sein werden.

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