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Hochschule exportiert Pflegeweiterbildung nach China

Die Zürcher Hochschule für Angewandte Wissenschaften (ZHAW) hat mit der Universität Qingdao im Osten Chinas eine Ausbildungskooperation abgeschlossen.

Studenten vor dem Hauptgebäude der chinesischen Qingdao-Universität. Die ZHAW wird künftig mit dieser Universität zusammen arbeiten.
Studenten vor dem Hauptgebäude der chinesischen Qingdao-Universität. Die ZHAW wird künftig mit dieser Universität zusammen arbeiten.
Screenshot Qingdao-University

Mit der Kooperation betreten beide Seiten Neuland: Zum ersten Mal exportiert die ZHAW ein Weiterbildungsangebot nach China. Dazu ist der in der Schweiz bestehende Lehrgang zum Diploma oft Advanced Studies (DAS) in gerontologischer Pflege auf die chinesischen Verhältnisse angepasst worden.

Für die Medizinische Fakultät der Universität Qingdao sei auch der Ansatz neu, eine Weiterbildung berufsbegleitend anzubieten, schreibt die ZHAW in einer Mitteilung vom Freitag. Im letzten Kursblock kommen die chinesischen Pflegefachpersonen für ein Praktikum in die Schweiz.

Insgesamt dauert der der Diplomlehrgang in gerontologischer Pflege 18 Wochen, die über 18 Monate verteilt absolviert werden können. Die Unterrichtseinheiten werden auf Deutsch durchgeführt und in Mandarin übersetzt.

Beide Seiten profitieren

Für den chinesischen Partner bedeute der Erwerb des Programms eine grosse Investition, die sich aber mehrfach lohnen werde, heisst es in der Mitteilung. Die Medizinische Fakultät könne unter anderem ein erprobtes, fixfertiges Weiterbildungsprogramm übernehmen.

Gleichzeitig erhalte sie mit der erstmaligen Durchführung des Lehrgangs durch ZHAW-Dozierende vor Ort auch die Schulung für künftige Lehrbeauftragte der Universität. Denn künftig werde die chinesische Universität das Weiterbildungsprogramm selber anbieten.

Die Teilnehmenden ihrerseits erwerben die Fähigkeit, Pflegende anzuleiten und zu schulen. So sollen die erworbenen Kompetenzen und das Wissen weitergegeben und multipliziert werden. Das Institut für Pflege der ZHAW andererseits erwerbe mit der Zusammenarbeit Wissen über die Pflege und die Gesundheitsversorgung in China.

Die ZHAW sieht in der «neuen Art der Entwicklungszusammenarbeit» eine «Hilfe zur Selbsthilfe». Auch in China steige die Anzahl betagter Menschen rasant und damit auch die Anzahl Menschen, die an Demenz leiden. Wie in der Schweiz mangle es aber auch in China an entsprechend ausgebildetem Pflegepersonal.

Der erste Diplomlehrgang startet am kommenden 18. Januar. Das Angebot richtet sich an diplomierte Pflegefachpersonen von geriatrischen Abteilungen des Universitätsspitals sowie von regionalen Pflege- und Altersheimen.

SDA/mst

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