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Hälfte der geforderten Flüchtlingsplätze steht bereit

Bis Anfang Januar müssen im Kanton Unterkünfte für zusätzliche 2500 Asylsuchende bereit stehen. Bisher ist man gut auf Kurs, noch keine Gemeinde musste auf Hotels ausweichen.

Durch die Nutzung von Zivilschutz- und anderen Anlagen konnte Platz für Flüchtlinge geschaffen werden: Die Messehalle in Zürich, die nun ab Januar zur Asylunterkunft wird.
Durch die Nutzung von Zivilschutz- und anderen Anlagen konnte Platz für Flüchtlinge geschaffen werden: Die Messehalle in Zürich, die nun ab Januar zur Asylunterkunft wird.
Keystone

In diesen Tagen und Wochen sind viele Zürcher Gemeinden mit Hochdruck damit beschäftigt, genügend Plätze für Flüchtlinge bereitzustellen. Von den 2500 zusätzlichen Plätzen gibt es mittlerweile die Hälfte.

Die Zeit ist knapp: Bis Ende Jahr oder spätestens bis am ersten Werktag des neuen Jahres, dem 4. Januar, müssen die Zürcher Gemeinden 2500 zusätzliche Plätze bereitstellen. Am Freitag, zwei Wochen vor Ablauf der Frist, steht die Hälfte davon zur Verfügung. Sicherheitsdirektor Mario Fehr (SP) ist überzeugt, dass der Rest auch noch rechtzeitig geschafft wird. Niemand weigere sich, der Erfüllungswille bei den Gemeinden sei sehr hoch, sagte er der Nachrichtenagentur sda. «Man findet immer eine Lösung.»

«Freikaufen» ist in Zürich nicht möglich

«Freikaufen», wie dies in anderen Kantonen möglich ist, können sich die Zürcher Gemeinden nicht. Kommt eine Gemeinde ihrer Pflicht nicht nach, werden die Flüchtlinge in Hotels untergebracht - und der Kanton schickt den Gemeinden die Rechnung. Fehr betonte aber, dass ein solcher Fall bisher noch nie vorgekommen sei.

Anfang November erhöhte der Zürcher Regierungsrat die Zuweisungsquote von fünf Asylsuchenden pro 1000 Einwohner auf sieben. Diese Erhöhung auf derzeit 0,7 Prozent ist aber kein historischer Höchststand: 1998/99 betrug die Quote zeitweise bis zu 1,3 Prozent.

(SDA)

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