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Glatteis lässt Autos rutschen – keine Schäden durch Sturm

Glatteis und Schnee verwandelten die Strassen am Freitag vielerorts in Rutschbahnen. Es muss mit weiteren Schneefällen gerechnet werden. Sturm «Egon» richtete in der Region hingegen keine Schäden an.

Blankes Eis auf den Strassen stellte Autofahrer am Freitagmorgen vor grosse Herausforderungen (Symbolbild).
Blankes Eis auf den Strassen stellte Autofahrer am Freitagmorgen vor grosse Herausforderungen (Symbolbild).
Keystone

Wer am Freitagmorgen über den «Winiger» oder von Zürich über die Regensdorferstrasse nach Regensdorf unterwegs war, brauchte Nerven aus Stahl. Und viel Zeit. Diverse Schnee- und Graupelschauer verwandelten die Strasse in eine Eisbahn. «Nichts ging mehr», erzählt ein Betroffener und erzählt von blankem Eis auf der Strasse.

Diverse Fahrzeuge rutschten beim Versuch vorwärts zu kommen nach links und rechts, andere kamen erst gar nicht mehr vom Fleck. Die Kantonspolizei Zürich bekam diverse entsprechende Rückmeldungen, teilt jedoch mit, dass es in der Region «nur zu kleineren Unfällen, teils mit Blechschäden» gekommen ist.

Auch in Zumikon und aus dem Zürcher Oberland meldeten Autofahrer, dass teilweise prekäre Strassenverhältnisse herrschten.

Unfälle im Linthgebiet und auf der A1

Im Linthgebiet sorgten die Schneefälle vor allem am Morgen für Probleme. Gemäss Meldung des TCS kam der Verkehr auf dem Seedamm zwischen Rapperswil und Pfäffikon wegen Glättegefahr zeitweise nur stockend voran.

In Gebertingen (Gemeinde Gommiswald) kam es am frühen Freitagmorgen auf der Rickenstrasse zu einem Auffahrunfall. Wie die Kantonspolizei St. Gallen mitteilt, fuhr ein 46-jähriger Mann mit seinem Lastwagen von Neuhaus kommend in Richtung Gebertingen. Vor ihm war ein Lieferwagen unterwegs, der von einem 52-jährigen Chauffeur gelenkt wurde. Der Fahrer des Lieferwagens musste verkehrsbedingt bremsen. Wegen der schneebedeckten Strasse konnte der Lastwagenfahrer sein Gefährt nicht mehr rechtzeitig zum Stillstand bringen. Es kam zur Kollision. Der 52-jährige Fahrer und seine beiden Mitfahrer im Alter von 55 und 59 Jahren zogen sich dabei leichte Verletzungen zu und wurden im Rettungswagen ins Spital gebracht. An den Fahrzeugen entstand Sachschaden in der Höhe von rund 14000 Franken.

Gekracht hat es dann am Nachmittag auch auf der Autobahn A1 zwischen Töss und Wülflingen. Die Kantonspolizei Zürich bestätigte auf Anfrage eine Meldung des TCS, wonach um 15.20 Uhr zwei Fahrzeuge in Fahrtrichtung St. Gallen kollidierten. Verletzt wurde niemand, es gab jedoch Blechschaden. Der Unfall führte zu Stau.

Schnee- und Graupelschauer sind schuld

Grund für die vereisten Fahrbahnen sind Schnee- und Graupelschauer, die im Verlauf des Morgens über die Region gezogen sind. Nach der stürmischen Nacht kommt im Verlauf des heutigen Tages schubweise immer kältere Luft aus Norden. In diese Kaltluft eingelagert ziehen auch immer wieder Schauerzellen durchs Land. Diese können lokal sehr starke Schneefälle innert kurzer Zeit bringen.

Weil die Temperaturen gegen den Gefrierpunkt sinken setzt der Schnee sofort auf den Strassen an – und verwandelt diese in Rutschbahnen. Autofahrer sind also gut beraten, ihre Geschwindigkeit anzupassen.

Sturm bleibt in der Region eher zahm

Das Sturmtief «Egon», dessen Kaltfront in der Nacht auf Freitag über die Region gezogen war, hat soweit bekannt keine nennenswerten Schäden angerichtet. Die Windböen erreichten im Flachland zwar teilweise Sturmstärke (über 76 km/h). Allerdings waren die Windspitzen im Vergleich zu ähnlichen Stürmen in der Vergangenheit eher verhalten. Die stärksten Böen traten am frühen Morgen (zwischen 3 und 4 Uhr) auf.

Eine Auswahl der in der Nacht im Grossraum Zürich gemessenen Böenspitzen:

  • Wädenswil: 79,9 km/h
  • Einsiedeln: 86,8 km/h
  • Zürich-Fluntern: 69,5 km/h
  • Kloten: 65,2 km/h
  • Aadorf/Tänikon: 62,3 km/h
  • Lägern (845 Meter): 83,5 km/h
  • Hörnli (1132 Meter): 113,8 km/h

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