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Gategroup kann Umsatz deutlich steigern

Der Airline-Caterer Gategroup ist mit Fortschritten ins Jahr gestartet. So stieg der Umsatz gegenüber der Vorjahresperiode deutlich. Der Verlust hat sich markant verringert.

Der Airline-Caterer Gategroup (hier die Beladung eines Swiss-Jets am Flughafen Zürich) hat ein starkes erstes Quartal hingelegt.
Der Airline-Caterer Gategroup (hier die Beladung eines Swiss-Jets am Flughafen Zürich) hat ein starkes erstes Quartal hingelegt.

Das vom chinesischen Mischkonzern HNA als Übernahmeziel anvisierte Unternehmen hat im ersten Quartal die Verkäufe gegenüber dem Vorjahr um 11 Prozent auf 743,3 Millionen Franken steigern können.

Dabei hat Gategroup auch stark von Übernahmen profitiert. So haben unter anderem der Markteintritt in Kambodscha mit der Übernahme der Cambodia Air Catering Services (CACS) und die noch nicht abgeschlossene Integration der schwedischen Inflight Service Group (IFS) den Umsatz um 6 Prozent erhöht. Aber auch aus eigener Kraft konnte Gategroup die Verkäufe um 5 Prozent steigern.

Kostenkontrolle wirkt

Diese deutliche Ausdehnung des Geschäfts hat zusammen mit tieferen Finanzierungskosten und den eingeleiteten Kostensenkungsprogrammen zu einem deutlich geringeren Verlust geführt. Nach 38 Millionen Franken im ersten Quartal 2015 betrug er in den ersten drei Monaten dieses Jahres noch 6,5 Millionen Franken.

Bei der so genannten Kostensenkungsinitiative hat Gategroup laut Mitteilung Ende März 75 Prozent der für Ende 2016 angestrebten Einsparungen von 20 Millionen Franken erreicht. Beim Zero-Based-Budgeting-Plan, der bis Ende 2017 jährliche Einsparungen von voraussichtlich 50 bis 60 Millionen Franken bringen soll, mache Gategroup Fortschritte, heisst es in der Mitteilung.

Breit abgestütztes Wachstum

Geschäftlich konnte sich der Bordverpfleger in fast allen Geschäftsregionen steigern. Den stärksten Aufwärtstrend verzeichnete die Region Europa, mittlerer Osten und Afrika (EMEA), die den Umsatz um über 18 Prozent auf 366,8 Millionen Franken und den Betriebsgewinn (EBITDA) um 104 Prozent auf 13,7 Millionen Franken steigern konnte. Das markante Plus ist unter anderem auch das Ergebnis der Integration der vormals schwedischen IFS Gruppe. Gategroup meldet jedoch auch ein starkes organisches Wachstum in dieser Region.

Ebenfalls mehr Einnahmen erzielt hat Gategroup in Nordamerika (+7 Prozent auf 248,4 Millionen Franken) und im Segment Asien Pazifik (+3 Prozent auf 77,0 Millionen Franken). Mit einer schwarzen Null beim Betriebsgewinn konnte sich Gategroup in Nordamerika auch bei der Profitabilität steigern. Im Vorjahresquartal schrieb das Unternehmen in Nordamerika noch einen Verlust von 4,6 Millionen Franken.

In Asien dagegen sank der Betriebsgewinn von 3,8 Millionen auf 3,3 Millionen Franken. Das regionale Team arbeite an den Herausforderungen im indischen Markt, heisst es dazu in der Mitteilung.

Südamerika zeigt Erholung

Steigern konnte sich Gategroup auch beim eigentlichen Sorgenkind, beim Geschäft in Südamerika. Der Umsatz reduzierte sich zwar erneut. Er fiel mit 52,6 Millionen Franken um 4 Prozent tiefer als im Vorjahr aus. Dieser Rückgang ist aber gemäss Gategroup ausschliesslich auf ungünstige Wechselkurse zurückzuführen.

Währungsbereinigt verzeichnete die Region einen sprunghaften Anstieg des Umsatzes um 24 Prozent. Der Betriebsgewinn (EBITDA) erhöhte sich währungsbereinigt sogar um 42 Prozent. In Franken gerechnet blieb er mit 5 Millionen Franken konstant.

Beim Ausblick verweist das Unternehmen vor allem auf die bereits erzielten Fortschritte und die Umsetzung des Fünfjahresplanes, der Strategie Gateway 2020. «Gategroup konzentriert sich weiterhin auf das Kerngeschäft und auf die Expansion des Geschäfts», sagte Unternehmenschef Xavier Rossinyol in einer Telefonkonferenz am Donnerstag.

Die Umsetzung von Gateway 2020 verlaufe dabei nach Plan. Die angestrebte Ausweitung der Betriebsgewinnmarge (EBITDA-Marge) um 0,25 bis 0,5 Prozentpunkte pro Jahr über die nächsten fünf Jahre sei auf Kurs, sagte Rossinyol, der auch die Langfristziele für den Umsatz bis 2020 bestätigte. So sollen die Verkäufe ohne Übernahmen jährlich um 3 bis 5 Prozent zunehmen.

Im Zusammenhang mit dem Übernahmeangebot von HNA gab Rossinyol bekannt, dass der Prospekt in den nächsten Tagen veröffentlicht werden soll. Noch ausstehend seien gemäss seinem Wissensstand die nötigen Bewilligungen für die Übernahme, die jedoch in Kürze vorliegen sollen. Darüber hinaus gebe es bezüglich des Angebots keine Neuigkeiten.

SDA/mst

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