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Fünf Jahre Gefängnis für Tötungsversuch mit Taxi

Der Taxifahrer, der mit einem Deutschen auf der Motorhaube über die Flughafenautobahn raste, ist verurteilt worden. Er muss für fünf Jahre ins Gefängnis.

Das Bezirksgericht Bülach verurteilte den Taxifahrer zu einer Freiheitsstrafe von fünf Jahren und 7000 Franken Schadenersatz.
Das Bezirksgericht Bülach verurteilte den Taxifahrer zu einer Freiheitsstrafe von fünf Jahren und 7000 Franken Schadenersatz.

Das Bezirksgericht Bülach hat entschieden: Der Taxifahrer, der im letzten August mit einem Deutschen auf der Motorhaube über die Flughafenautobahn raste, hat sich der versuchten vorsätzlichen Tötung schuldig gemacht. Das Gericht verurteilte den Mann zu einer Freiheitsstrafe von fünf Jahren, 800 Franken Busse und knapp 2200 Franken Schadenersatz. Zudem muss er dem Opfer 7000 Franken Genugtuung bezahlen. Das Verhalten des Täters sei unentschuldbar, argumentierte das Gericht. Die Staatsanwaltschaft hatte eine Freiheitsstrafe von acht Jahren und eine Busse von 1000 Franken gefordert. Die Verteidigung hatte auf versuchten Totschlag plädiert.

Mit bis zu 131 km/h davon gerast

Der Fall, über den das Gericht heute entschied, erinnert an einen Actionfilm: Am 13. August 2014 gerieten der heute Verurteilte und der Deutsche Lieferwagenfahrer auf der Flughafenautobahn aneinander. Dies, weil der Taxifahrer den Deutschen am Einspuren hinderte. Der erboste Lieferwagenfahrer bremste daraufhin den Taxilenker aus und zwang ihn zum Anhalten. Die Männer stiegen mitten auf der Autobahn aus ihren Fahrzeugen aus und stritten sich. Der Taxichauffeur, der nach eigenen Angaben nicht realisiert hatte, dass der Deutsche einspuren wollte, war von der Situation überrascht. Weil er sich bedroht fühlte und in Panik geriet, verriegelte er die Türen und wollte davonfahren.

Der Deutsche ging dem Taxifahrer jedoch nicht aus dem Weg. Als er – aus Sicht des Taxifahrers – gar auf die Haube kletterte, gab der Taxilenker Gas. Gemäss Gutachten beschleunigte er das Taxi in zwei Sekunden auf 46 km/h, danach auf 77 km/h, um wieder auf 46 km/h abzubremsen. Der Angeklagte wollte mit der Temporeduktion erreichen, dass der Mann von der Motorhaube klettern konnte. Als der Deutsche aber noch immer keine Anstalten machte, abzusteigen, setzte er die Fahrt fort. Am Ende soll er bis zu 131 km/h erreicht haben. Nach dem Bubenholztunnel liess der ungebetene Fahrgast los und stürzte bei Tempo 125 vom Auto. Dabei zog er sich ein Schädel-Hirn-Trauma mit Riss-Quetsch-Wunde am Kopf, einen Bruch des Innen- und Aussenknöchels sowie diverse Schürfungen zu.

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