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Fracking soll im Kanton Zürich verboten sein

Fracking soll im Kanton Zürich nicht möglich sein. Die kantonsrätliche Kommission für Verkehr, Energie und Umwelt (Kevu) hat die neue Gesetzesvorlage, welche die Nutzung des Untergrunds regelt, um einen entsprechenden Passus ergänzt.

Bohrtürme wie diese wird man im Kanton Zürich nicht zu sehen bekommen. Eine kantonale Kommission hat sich einstimmig gegen Fracking ausgesprochen.
Bohrtürme wie diese wird man im Kanton Zürich nicht zu sehen bekommen. Eine kantonale Kommission hat sich einstimmig gegen Fracking ausgesprochen.
Symbolbild, Keystone

Die 15-köpfige Kommission habe einstimmig beschlossen, dass für die Förderung von fossilen Energieträgern durch sogenanntes Fracking keine Konzessionen erteilt werden dürften, schreibt die Kommission in einer Mitteilung vom Freitag. Dieser Punkt soll darum in die Vorlage der Regierung eingebracht werden.

Weiter will die Kevu eine Deklarationspflicht: Alle Stoffe, die in den Boden eingebracht würden, müssen demnach vorgängig deklariert werden. Auch die Finanzierung des Rückbaus von Anlagen müsste nachgewiesen werden.

Nachhaltige Energiegewinnung im Vordergrund

Mit dem neuen Gesetz über die Nutzung des Untergrunds (GN) will der Zürcher Regierungsrat günstige Rahmenbedingungen für die Geothermie schaffen, da das Interesse an der Nutzung von nachhaltigen Energiegewinnung stark zunimmt. Ziel des Gesetzes ist es, Bevölkerung und Umwelt vor Schäden zu bewahren und Rechtssicherheit zu schaffen.

Die Regierung war bei der Ausarbeitung des Gesetzes aber der Meinung, dass die Regelung des Frackings angesichts des technologischen Wandels nicht sinnvoll sei. Die Grüne verbucht die Fracking-Regelung, welche die Kommission nun vorschlägt, als ihren Erfolg. In einer Mitteilung vom Freitag spricht sie von einem Etappensieg in der Umweltpolitik. Die Grünen verlangten bereits zuvor ein Fracking-Verbot. Eine entsprechende Motion hat der Kantonsrat im September 2015 aber knapp abgelehnt. Anlass zum neuen Gesetz gab eine Motion von FDP, BDP und Grüne. Der Kantonsrat muss noch abschliessend darüber beraten.

(SDA)

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